Schwitzen: Kühlendes Essen und coole Erfindungen

Wenn ich mit Schwitzern übers Schwitzen rede, staune ich immer, dass sich die wenigsten Gedanken zum Cooldown von innen Gedanken machen – denn einen Versuch ist es allemal wert, kühlende Lebensmittel zu bevorzugen und wärmende Lebensmittel zu meiden. Die 13 Frauen, die meinen Schwitzen-Fragebogen beantwortet haben, erklären hier auch, wie sie das Schwitzen versuchen zu vermeiden und welche coolen Erfindungen sie sich gegen das Schwitzen wünschen. Alles anonym versteht sich, denn das Schwitzen ist leider immer noch ein Tabu bei uns.


>>> Bei den Fragen 1 und 2 dreht es sich um…

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  • die Situationen, in denen die 13 Frauen ins Schwitzen geraten

>>> Bei den Fragen 3 bis 5 geht es um…

  • Hilfe gegen Achselschweiß
  • coole Tipps bei schwitzigen Händen und Füßen
  • kühlendes Material für die Kleidung

6. Frage: Haben Sie Ihre Ernährung darauf eingestellt, dass Ihnen oft warm ist? Wenn ja: Welche Wirkung hat das auf  Ihre  Wohlfühltemperatur?

A: 45 Jahre alt / keine Umstellung der Ernährung, trotzdem Kaffee und scharfe Gewürze im Sommer, trinke aber auch viel Tee
B: 56 Jahre alt / Wusste nicht, dass man die Ernährung darauf einstellen kann.
C: 52 Jahre alt / Nein
D: 46 Jahre alt / Auch wenn es warm ist, trinke ich morgens Kaffee – dann schwitze ich ca. 10 Minuten, danach stellt sich der Körper wieder auf normal um. Bei Hitze vermeide ich Ofengerichte, bei uns gibt es dann mehr Melone und Gurke.
E: 52 Jahre alt / Nein.
F: 40 Jahre alt / Ich trinke leider gern Kaffee, deshalb schwitze ich dann auch an Händen und Füßen mehr. Sonst habe ich keine Ernährungsumstellung gemacht, bin seit 23 Jahren Vegetarierin.
G: 53 Jahre alt / Nein
H: 55 Jahre alt / Ja z.T. positive
I: 53 Jahre alt / Nein, habe ich gar nicht, weil Schwitzen nicht so mein Problem ist. Allerdings meide ich grundsätzlich scharfe Gewürze, weil ich genau diesen Effekt – dass einem beim Essen heiß wird – vermeiden möchte.
J: 52 Jahre alt / Im Sommer esse ich mehr Rohkost und leichte Mahlzeiten.
K: 49 Jahre alt / Keine Probleme mit Hitze. Würde wahrscheinlich heiße Suppen oder Brühen weglassen.
L: 63 Jahre alt / Nee, mir ist eher kalt.
M: 42 Jahre alt / Nein

zitronen_gepresst_frieren_schwitzen_s_kMeine Gedanken dazu

Die Ernährung beim Schwitzen (und auch beim Frieren) hat sich zu meinem Lieblingsthema entwickelt. Denn ebenso wie man sich von außen kühlen kann, funktioniert das auch von innen.

Im Sommer machen wir das meist intuitiv richtig, indem wir liebend gern zu frischen Tomaten und Gurken greifen und den Tag mit einem Obstsalat oder einem Joghurt beginnen.

Wer viel schwitzt, sollte jedoch auch in der kalten Jahreszeit an eine coole Ernährungsweise denken – und umgekehrt wärmende Lebensmittel und Speisen meiden. Hier finden Sie viele Tipps und Ideen, die auf den Erkenntnissen der chinesischen Ernährungslehre aufbauen:


7. Frage: Was versuchen Sie zu vermeiden, um nicht allzu stark ins Schwitzen zu kommen?

A: Vermeidung von Hitze draußen, keine Sonnenbäder, eher Aufenthalt im Schatten, kein Sport draußen bei großer Wärme, eher in frühen Morgen- oder späten Abendstunden, gehe viel schwimmen, keine Autofahrten bei großer Hitze, eher im Schatten gehen, Spaziergänge im Park, wo viele Bäume stehen, Natur kühlt, kühlende Kleidung, keine Wolle, kühle oder warme Duschen, oft mehrmals am Tag, im Sommer oft Einsetzen eines Ventilators im Raum, trinke viel Tee, aber auch Leitungswasser und Mineralwasser, Benutzung von kaltem Thermalwasser für Gesicht und Arme, leichte Sommerbettdecke mit Makosatin-Bettwäsche.
B: Kann ich leider nicht vermeiden.
C: Ich lasse oft den Kaffee oder den Wein weg, wenn ich nicht schwitzen will.
D: Vielleicht bin ich sogar der Gegenteil-Fall: Ich schwitze sehr wenig. In der Sauna fühle ich mich meist nicht sehr wohl – es ist mir schlicht zu heiß. Wenn ich dort mal bin, schwitze ich viel später als alle anderen.
E: Wenn ich schwitze, schwitze ich. Finde ich normal bzw. der jeweiligen „Auslöser-Situation“ angemessen.
F: Ich müsste Kaffee und Aufregung vermeiden, das mache ich aber leider nicht, auch kein autogenes Training oder Meditation.
G: Scharf gewürzte Speisen
H: Kleidung aus Kunstfasern
I: Außer scharfe Gewürze meide ich extreme sportliche Anstrengung. Sobald ich merke, dass ich in den schweißtreibenden Bereich komme, versuche ich, die Anstrengung in einem vernünftigen Maß zu halten. Ich achte ansonsten sehr darauf, auch nicht mental in allzu aufregende Situationen zu geraten, die mich ins Schwitzen bringen könnten. Eine Rede halten, eine Präsentation zeigen, eben vor Publikum sprechen – das wären solche Situationen. Ich meide sie.
J: Viel trinken, möglichst wenig Bewegung
K: Stress
L: Nix, viel Sport, um den Kreislauf auszugleichen, dann friere ich nicht so schnell und schwitze auch nicht.
M: Ich schwitze vermehrt über den Kopf. Dann vermeide ich bei körperlicher Anstrengung und im Sommer eine Kopfbedeckung.

sonne_orange_225_frieren_schwitzenMeine Gedanken dazu

Ich finde es erstaunlich, wie sehr doch darauf achten, dass uns nicht zu allzu heiß wird. Ich mache es genau so: Im Winter nehme ich lieber die Sonnenseite der Straße, aber im Sommer verkrieche ich mich so oft wie möglich im Schatten.

Aber es gibt auch Gewohnheiten, die wir nur ungern aufgeben – wie die Vorliebe für Kaffee, scharf gewürztes Essen und das Glas Rotwein am Abend. Meist ändern wir uns erst, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Sehr gelassen finde ich die Antwort von Frau E, die schreibt: “Wenn ich schwitze, dann schwitze ich.” Aus dem ersten Teil des Fragebogens wissen wir jedoch, dass sie nur schwitzt, “wenn’s warm ist” – sowie bei Schwüle und beim Sport.

Ganz anders ergeht es den Hyperhidrose-Patienten, die übermäßig stark schwitzen. Sie sind nämlich keineswegs gelassen, sondern beschäftigen sich ständig damit, was sie tun können und lassen sollten, um nicht mehr so stark zu schwitzen. Wenn sie nach vielem Ausprobieren endlich eine Lösung für sich gefunden haben, entdecken erstmals, wie befreiend es doch ist, nicht mehr ständig nur an das “Eine” denken zu müssen.


8. Frage: Wenn Sie sich etwas wünschen dürften: Was müsste man gegen das Schwitzen erfinden?

A: keine Idee
B: Schwitzen ist das eine, aber der Geruch ist das Schlimmere. Etwas gegen den Geruch.
C: Bestimmt keinen Sonnen- oder Hitzeschirm. Was gegen das Schwitzen ist, ist auch meist gegen das schöne Wetter. Lassen wir das lieber  mit dem Erfinden.
D: Superaufsaugende Kleidung
E: Nichts.
F: Ich weiß es nicht, Schwitzen ist ja eigentlich physiologisch. Ich würde mich über trockene Hände und Füße freuen, da es mich z.B. behindert, wenn ich einen Paartanz machen möchte, das tue ich nicht, da der Partner dann meine Hände anfassen müsste. Es wäre toll, wenn es etwas gäbe, damit es im Rahmen bliebe.
G: Einen Deoroller
H: Einen Planzenwirkstoff, der über die Nahrung aufgenommen werden kann
I: Ein Spray für den ganzen Körper, der die Haut mit Langzeitwirkung runterkühlt, zum Beispiel auf Minze-Basis.
J: Nein, Schwitzen gehört zum Leben. Der Körper schwemmt dabei ja auch vieles aus.
K: Deos, die ohne Aluverbindung funktionieren.
L: Nix, finde ich bei mir okay (höchstens Angst- und Arbeitsschweiß und da hilft nur Meditation und mehr Freizeit)
M: Schweiß, der nicht riecht, wäre gut. Wobei frischer Schweiß ja fast geruchsneutral ist.

VentilatorenMeine Gedanken dazu

Seitdem ich den Artikel über die 6 besten Cooldown-Erfindungen geschrieben habe, freue ich mich immer wieder über Tipps und Ideen, die mich zum Nachdenken und Staunen bringen.

Meine aktuelle Hitliste:

  1. Wenn Hausdächer schwitzen, kühlen sich die Räume ab – das ist eine Erfindung von Forschern der ETH Zürich.
  2. Mini-Ventilatoren: Ein japanischer Freund erzählte mir von Geschäftsleuten im sommerlichen Tokio, die Coolpads auf dem Rücken unter dem Oberhemd tragen und Schlipse tragen, in die auf der Rückseite ein kleiner Ventilator eingebaut ist.
  3. Traumatherapie: Hinter dem starken Schwitzen kann ein frühkindliches Trauma stecken. Wenn sich dieses Trauma mit Hilfe einer geeigneten Psychotherapie auflösen lässt, verschwindet auch das übermäßige Schwitzen. Mehr dazu bald in einem Interview mit Professor Franz Ruppert von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München.

>>> Bei der 9. und letzten Frage möchte ich wissen, ob und wie stark die 13 Frauen frieren – denn so schließt sich der Kreis wieder zum Warmup & Cooldown.

Fotos: Karin Hertzer (1, 2, 3), xmc / fotolia (4)

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