Cajun-Küche: Jambalaya mit Hähnchen und Shrimps

Jambalaya ist ein leckerer Reis-Eintopf aus der kreolischen Kochtradition, die rund um New Orleans viele treue Fans hat. Die wohltuende Schärfe kommt vom Chili, der frisch und in Form von Cayenne-Pfeffer zugegeben wird.  Mich erinnert das Rezept an meinen zweijährigen Aufenthalt in Georgia und Süd-Carolina, das Jambalaya-Rezept habe ich in meinem Kochbuch „Seelenwärmer“ veröffentlicht.  

3 Fragen an Karin Hertzer – ein Selbstgespräch

Woher stammt das Rezept?

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Jambalaya ist ein typisches Gericht der Cajun-Küche, die sich mit den Einwanderern von den Karibischen Inseln nach Louisiana verbreitete.

Die Südstaatler verwenden dafür eine mit Knoblauch, Salz und schwarzem Pfeffer pikant gewürzte Schweinswurst. Traditionell wird sie bis zu 14 Stunden über einer Feuerstelle aus Pecan-Holz und Zuckerrohr geräuchert.

Warum isst man in den Südstaaten gern scharf gewürzte Speisen, obwohl es dort rund ums Jahr immer schwül-warm ist und man beim Essen ins Schwitzen kommt?

Stimmt, der Eintopf heizt wunderbar von innen ein, weil er fast ausschließlich wärmende Zutaten enthält, die obendrein auch noch lange gekocht werden. So gesehen eignen sich scharfe Gerichte bestens gegen das Frieren.
Auch wenn es sich paradox anhört: In heißen Ländern isst man gern scharf, um das Schwitzen anzuregen – die sich bildende Feuchtigkeit auf der Haut kühlt dann wieder.

Außerdem stammen solche traditionellen Gerichte wie Jambalaya aus Zeiten, als man in den Südstaaten Lebensmittel nur in Erdhöhlen oder kühlen Räumen lagern konnte.

Kühlschränke wurden ja erst Ende des 19. Jahrhunderts erfunden. Bis dahin passierte es häufig, dass die  Lebensmittel durch die Hitze schneller schlecht wurden – und mit scharfen Gewürzen wollte man das Essen desinfizieren und den etwas unangenehmen Geschmack  überdecken.

Was ist bei der Zubereitung zu beachten?

Ganz einfach: Damit schon beim Kochen Urlaubsgefühle aufkommen, unbedingt den Originalsong von Hank Williams anhören. Hier die Textzeile, in der es ums Essen geht:

Jambalaya and a crawfish pie and file gumbo
Cause tonight I’m gonna see my ma cher amio
Pick guitar fill fruit jar and be gay-o
Son of a gun we’ll have big fun on the bayou…

Jambalaya: Zutaten für 6 Personen
  • 5 EL Öl
  • 800 g Hähnchenbrustfilet
  • 300 g Knoblauchwurst (türkisch: Sucuk)
  • 1 rote Chilischote
  • 2 Zwiebeln
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 800 ml Hühnerbrühe, am besten mit einem Suppenhuhn selbst gekocht
  • 4 Kaffeetassen Langkornreis
  • 500 g frische geschälte Garnelen
  • 2 TL Cajun-Gewürz
  • 1 Bund glatte Petersilie
Zubereitung
  1. Hähnchenfleisch in zwei Zentimeter große Stücke schneiden, in einer Pfanne in Öl komplett durchbraten und beiseite stellen.
  2. Knoblauchwurst in Scheiben schneiden, in einem großen Topf mit Öl leicht anbraten und beiseite stellen.
  3. Gemüse klein schneiden, in den Topf geben und im Öl kurz anbraten.
  4. Hähnchenfleisch, Wurst und Gewürze hinzugeben, mit der Hühnerbrühe aufgießen und 10 Minuten köcheln lassen.
  5. Den Reis hinzugeben und im geschlossenen Topf 15 weitere Minuten köcheln lassen. Nur selten rühren, damit das Hähnchenfleisch nicht zerfällt.
  6. Die schwarzen Därme der Garnelen entfernen, Garnelenfleisch hinzugeben und 5 Minuten köcheln lassen.
  7. Falls die Flüssigkeit zu sehr einkocht, noch etwas Brühe hinzugeben.
  8. Petersilie waschen, trocken tupfen, Blättchen abzupfen und grob hacken.
  9. Mit Petersilie auf vorgewärmten Tellern anrichten.
  10. Dazu passt geröstetes Weißbrot.
Cajun-Gewürz
  • ½ TL Cayenne-Pfeffer
  • ½ TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • ½ TL weißer gemahlener Pfeffer
  • ½ TL Zwiebelpulver
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • ½ TL getrockneter Thymian
  • ½ TL Oregano
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1 TL Salz

Gewürze in einer Schale mischen. Größere Mengen in einem geschlossenen Schraubglas aufbewahren.

Wichtig zu wissen: Verpackte Hähnchenschenkel können viele resistente Bakterien enthalten. Die Stiftung Warentest empfiehlt daher, besondere Hygienemaßnahmen bei der Zubereitung einzuhalten und das Fleisch komplett durchzubraten.

Quelle:

Karin Hertzer, „Seelenwärmer – Kochrezepte und Wohlfühltipps für kalte Tage“, vgs-Verlag, 2010. Der Verlag ist übrigens auch Sponsor für den Chili-Anbau-Wettbewerb 2013.

Das Aufmacherfoto zeigt übrigens eine Jambalaya-Variante mit Lorbeerblättern und Stangensellerie, aber ohne Garnelen.

Ihre Meinung:

Wo haben Sie Jambalaya oder ein anderes Cajun-Gericht schon mal gegessen? Wie schmeckt es Ihnen? Welche Variationen schlagen Sie vor?

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