Frieren: „Gehen Sie niemals mit kalten Füßen ins Bett“

Wer mit kalten Füßen ins Bett geht, kann meist schlecht einschlafen. Und das hat seine guten Gründe, wie die Münchner Schlafforscherin Dr. Barbara Knab erklärt. Sie sollten also schon vor dem Zu-Bett-Gehen dafür sorgen, dass Sie nicht frieren und warme Füße haben. Sonst wird das mit dem Einschlafen nichts. 9 heiße Tipps für warme Füße!

Kalte Füße halten den Körper wach

Sicherlich haben Sie sich schon mal gedacht: „Ach, das wird schon klappen mit dem Einschlafen – auch wenn ich friere und meine Füße kalt sind. Ich nehme mir einfach eine Wärmflasche mit ins Bett und kuschele mich in die Bettdecke ein.“ Dass das aber leider doch nicht funktioniert, hat einen nahe liegenden Grund: Eisfüße fühlen sich schlichtweg unangenehm an – und alles Unangenehme hält uns wach.

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Paradoxe Ursache: Die Münchner Schlafforscherin Dr. Barbara Knab nennt noch eine zweite Ursache dafür, dass wir mit kalten Füße nicht so schnell ins Reich der Träume kommen: „Einschlafen können wir nur dann leicht, wenn die Körperkerntemperatur um ein knappes Grad Celsius sinkt.“ Die Wärme aus dem Körperinneren muss dafür auch über Hände und Füße entweichen. „Dieser Mechanismus funktioniert aber nicht bei eiskalten Füßen im Bett. Dann sind die Blutgefäße dort nämlich zu eng, sodass zu wenig Blut ankommt, um die Wärme nach außen abgeben zu können.“

Ähnliches passiert auch im Hochsommer: Wir können nicht einschlafen, wenn es unter der Bettdecke wärmer als 32 Grad Celsius ist. Vor allem den Heißblütigen unter uns macht die Hitze im Schlafzimmer oft zu schaffen, weil sie unter den Laken schwitzen und sich hin- und herwälzen.

9 heiße Tipps gegen kalte Füße im Bett

„Gehen Sie niemals mit kalten Füßen ins Bett, sondern tun Sie vorher etwas dagegen“, empfiehlt Dr. Barbara Knab.

1. Tipp: Machen Sie ein heißes Fußbad vor dem Zu-Bett-Gehen. Es genügt schon, wenn Sie das warme Wasser aus der Leitung nehmen. Eine Wanne etwa 10 cm hoch füllen, und die Füße voll eintauchen. Erst kribbelt es etwas, dann strömt die Wärme von unten in den Körper.

2. Tipp: Eine Dusche oder ein Wannenbad helfen wunderbar gegen kalte Füße.

3. Tipp: Massieren Sie Ihre Füße – oder noch besser: Lassen Sie Ihre Füße massieren! Anfangs nicht so fest drücken, weil kalte Füße schmerzempfindlich sind.

4. Tipp: Was Babys und Kleinkinder wärmt, erfreut auch fröstelnde Erwachsene: Legen Sie ein Schaffell ins Bett. Das Stück braucht nur so groß zu sein, dass Rücken und Gesäß darauf liegen können.

5. Tipp: Legen Sie sich auf den Bauch und strecken Sie Ihre Arme und Hände flach unter dem Oberkörper aus. Nach wenigen Minuten sollte die Wärme durch den ganzen Körper strömen.

6. Tipp: Wenn Sie ständig kalte Füße in Ihrem eigenen Bett haben, aber auf Reisen nicht so stark wie zu Hause frieren, können Sie von einem Wünschelrutengänger testen lassen, ob vielleicht eine Wasserader quer durch Ihr Schlafzimmer läuft. Vielleicht hilft es ja, wenn Sie Ihr Bett an eine andere Stelle rücken.

7. Tipp: Wenn Ihre Füße schon wieder etwas aufgewärmt sind, ist eine Wärmflasche im Bett wirklich ein Segen. Damit das Gummi nicht unangenehm heiß auf der Haut liegt, sollten Sie sich einen Überzug aus flauschigem Stoff nähen oder stricken. Füllen Sie die Wärmflasche nicht ganz voll, drücken Sie die Restluft heraus und drehen Sie dann erst den Verschluss ganz zu. Prüfen Sie immer wieder mal, ob noch alles dicht ist. Im Interview mit Günter Holtmann erfahren Sie, dass er 180 Wärmflaschen aus aller Welt gesammelt hat und zur Geschichte der Wärmespender auch forscht.

8. Tipp: Körnerkissen und Gel-Wärmflaschen sind eine gute Alternative zum Heiß-Wasser-Modell. Das Innenleben erhitzen Sie in der Mikrowelle. Stoffsäckchen mit Kirschkernen oder Weizenkörnern können Sie auch im Backofen, auf der Heizung oder im Kachelofen aufwärmen.

9. Tipp: Eine Wärmflasche ins Bett zu legen ist das Eine. Auf einer großen Wärmflasche zu schlafen – sprich in einem Wasserbett –, verspricht noch ganz andere Wonnen. Bei einem Wasserbett wärmt eine Heizmatte, die unter der Wassermatratze und der Sicherheitswanne liegt, das Wasser auf angenehme 27 bis 29 Grad Celsius. Bei welcher Temperatur Sie sich am wohlsten fühlen, hängt von Ihrem Körpergewicht und Ihren Schlafgewohnheiten ab. Für Paare gibt es Dual-Wassermatratzen, die Sie individuell einstellen können.

Wichtig zu wissen: Sie müssen das Wasserbett auch im Sommer heizen, weil sich das Wasser im Laufe von 2 Tagen empfindlich abkühlt. Die Temperatur sollte nicht unter 25 Grad liegen, sonst werden die Nieren schlecht durchblutet – sie produzieren dann weniger Harn und dann bleiben mehr Bakterien in der Blase. Die Folge könnte eine Nierenbeckenentzündung sein. Unangenehm im Sommer: Der Körper versucht das kalte Wasser zu erwärmen, indem er den Kreislauf ankurbelt. Sie fangen an zu schwitzen, die Feuchtigkeit kann aber nicht verdampfen. So können Schimmelpilze entstehen.

Buchtipp: Jürgen Zulley, Barbara Knab: Die kleine Schlafschule – Wege zum guten Schlaf, Herder, 2011


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Ihre Erfahrung:

Was hilft Ihnen am besten gegen kalte Füße? Was tun Sie, um gar nicht erst zu frieren? Oder gehören Sie eher zu denen, denen beim Schlafen eher zu warm als zu kalt ist?

Fotos: eric1513 / iStock (1), privat (2), Herder (4), Karin Hertzer (3, 5)

6 Kommentare

  • Richard

    Ich würde diesen Tipp noch mit aufnehmen: Lange Bettdecke kaufen – somit ist man immer zugedeckt, und die kalten Füße können sich wärmen.

    • Sehr gute Idee! Vor allem für große Menschen lohnt sich die Anschaffung einer langen Bettdecke, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn die kalten Füße immer unten raushängen und man keine Wolldecke parat hat. Bei einem „Ehebett“ kommen jedoch noch mal Extra-Kosten hinzu, wenn man Wert auf eine einheitliche Bettwäsche legt. Ich habe noch keine Hersteller gefunden, die dasselbe Design in normaler und in Extra-Größe anbieten. Das wäre mal ein toller zusätzlicher Service.
      Grundsätzlich gilt aber das, was ich im obigen Artikel geschrieben habe: Gehen Sie niemals mit kalten Füßen ins Bett! Die lange Bettdecke hilft also nur, damit die warmen Füße über Nacht nicht auskühlen.

  • Sorry, aber der 6. Tipp kann nicht Ihr Ernst sein 😀

    • Es gibt Menschen, die alles Mögliche ausprobieren. Das Wünschelrutengehen gehört dazu. Ob das Bettenrücken oder das Umziehen in ein anderes Zimmer auch gegen das Frieren hilft, lässt sich nicht beweisen. Seriöse Studien gibt es zu solchen Themen nicht – das ist aber auch bei (fast) allen anderen Tipps so. Allzeit angenehm warme Füße wünscht Ihnen Karin Hertzer

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