3 heiße Tipps, damit dir coole Drinks garantiert gelingen

Sommer. Party. Und coole Drinks. Wenn du dich als Hobby-Barkeeper nicht blamieren willst, findest du hier Tricks vom Profi. Matthias Eisenhardt aus Berlin unterrichtet an der BarAkademie in Berlin und bildet Restaurantfachleute an der Berufsschule und Barmixer für die IHK-Prüfung aus. Er versteht seinen Beruf als Kombination aus Koch und Kellner – und arbeitet selbstverständlich mit Profi-Gerätschaften. Hier gibt er Tipps für die Ausstattung der heimischen Bar, damit du beim Mixen von Cocktails und coolen Drinks eine gute Figur abgibst.

Heißer Tipp 1: Nimm einen Holzstößel und nicht die Gabel!

Für einen Mojito brauchst du nicht nur Limetten, Minze, Rohrzucker, Rum und Soda, sondern auch einen Holzstößel (engl. Muddler). Die Investition lohnt sich, weil du damit möglichst viel ätherisches Öl aus der Minze am Boden des Glases ausdrücken kannst.

Heißer Tipp 2: Nimm den Icecrusher statt das Nudelholz!

„Von der Haudrauf-Methode halte ich nichts“, erklärt Matthias Eisenhardt. „Wenn du das Eis in ein Leinentuch legst und es mit einem Hammer oder einem Nudelholz zerkleinerst, ist das unhygienisch. Und die Qualität des gecrushten Eises lässt dann auch zu wünschen übrig.“

Preiswerte Icecrusher sind mit einer Kurbel ausgestattet und werden manuell betrieben. Sie eignen sich hervorragend für die eigene Hausbar, kommen jedoch beim professionellen Einsatz schnell an ihre Grenzen. Für Barkeeper empfiehlt sich die Investition in ein zuverlässiges und leistungsfähiges Profi-Modell.


eisenhardt_barmeister_frieren_schwitzenDen Barmeister Matthias Eisenhardt habe ich im Interview gefragt: Warum sind eiskalte Getränke unsinnig, wenn du schwitzt und Durst hast?

>>> Hier geht’s zum Interview mit dem Berliner Barkeeper.

Wie fotografierst du Cocktails am besten? Diese Aufgabe stellen wir den fortgeschrittenen Teilnehmern unseres Online-Workshops im Juli. Da ich nicht extra ein passendes Cocktail-Foto kaufen wollte, werde ich das obige Aufmacherbild von Susan Brooks-Dammann austauschen, wenn die Teilnehmer ihre Ergebnisse einreichen – schön finde ich Susans Foto trotzdem. >>> Seelenwärmer-Foto-Projekt im Juli

Und warum schreibe ich über coole Drinks und organisiere einen Workshop für Foodfotografen? Ganz einfach: Als Gesundheitsjournalistin habe ich mich intensiv mit dem Thema Ernährung & Schwitzen beschäftigt – und zu den 75 kühlenden Lebensmitteln gehören selbstverständlich auch die Getränke, die wir im Sommer so lieben.


Heißer Tipp 3: Übe mit dem dreiteiligen Shaker, später kannst du dich steigern!

Anfangs ist es gar nicht so einfach, einen Cocktail so zu mixen, dass nichts daneben pladdert. Du kannst unter 3 Shaker-Modellen wählen:

  1. Cobbler: Für den Privatgebrauch eignet sich der dreiteilige Shaker. Ein solcher Cobbler besteht aus einem Becher für die Zutaten, auf den du ein passgenaues Sieb setzt. Darüber stülpst du eine Verschlusskappe, die für kleine Mengen auch als Messbecher dienen kann.
  2. Beim French-Shaker fällt das integrierte Sieb weg, sodass du das Getränk in einem Extra-Sieb abseihen musst.
  3. Der Boston-Shaker ist nur was für Könner. Er besteht aus zwei Teilen – einem Rührglas und einem Metallbecher darüber. Beide Teile verkeilst du mit einem kurzen Schlag ineinander. Nach dem Schütteln und Aufsetzen des Metallbechers lösen sich beide Teile wieder, indem du mit dem Handballen kurz auf die Mitte des Rührglases schlägst.

Fotos: Susan Brooks-Dammann (1), privat (1)


Infos zum Experten

Matthias Eisenhardt (Barmeister IHK) ist Geschäftsführer der BarAkademie Berlin und unterrichtet am Oberstufenzentrum Gastgewerbe der Brillat-Savarin-Schule in Berlin. Seine weiteren Qualifikationen:

  • Showbartender
  • Ausbilder nach AEVO
  • Train the Trainer Certificate
  • Swiss Showmanship Certificate
  • Diplom in Hotelmanagement
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre (VWA)

Auszeichnungen:

  • Weltrekord im Sabrieren von Champagne, 2012
  • 2. Platz Marie Brizard National Cup, 2004

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