Food-Fotografie: Tolle Effekte mit Zitronen (Irma)

Oectrophologinnen beschäftigen sich mit allem rund ums gesunde Essen und Trinken. Irma Häberle hat sich auf Brain Food spezialisiert und betreibt den Food-in-Form-Blog. Als sie vom Seelenwärmer-Foto-Projekt 2014 hörte, war sie gleich Feuer & Flamme, denn mit der Fotografie von Lebensmitteln hat sie bislang noch nicht so viel Erfahrung. Hier stellt sie sich und ihre Ergebnisse vor.

7 Fragen an Irma Häberle aus München

irma_frieren_schwitzen1. Seit wann fotografierst du Lebensmittel und Speisen?
Ich habe letztes Jahr im Sommer ein paar Fotos gemacht, die ich aber nur bedingt gut fand. Darum hab ich nicht weiter gemacht.

2. Mit welchen Aufnahmemethoden hast du bereits Erfahrung?
Blitz ein/Blitz aus und klick. Ich bin wirklich Anfängerin in diesem Bereich.

3. Was gefällt dir an deinen bisherigen Food-Fotos?
Für die Ausrüstung, die ich verwendet habe, sind meine Fotos erstaunlich gut geworden. Am besten gefällt mir aber der Effekt vorne scharf & hinten verschwommen.

4. Was ist dir bisher noch nicht so gut gelungen?
Nicht zufrieden bin ich mit der Ausleuchtung.

5. Was möchtest du beim Seelenwärmer-Foto-Projekt lernen?
Ich würde gern herausfinden, mit welchen Tricks ich welche Effekte erzielen kann und wie ich mit wenig technischem Aufwand trotzdem halbwegs professionelle Bilder machen kann. Und ich möchte meine Kreativität anregen durch den Austausch mit anderen und durch den Input über die Monatsaufgaben.

6. Wie ergeht es dir mit dem Frieren?
Da bin ich gern und schnell dabei!

7. Bei welchen Gelegenheiten kommst du schnell ins Schwitzen?
Beim Sport und in der Sauna. In Ausnahmefällen reicht auch mal ‘ne Suppe, aber dann muss es mir vorher schon warm gewesen sein.


 STARTFOTOS


FEBRUAR 2014

Auf den letzten Drücker: gestern fotografiert und heute veröffentlicht. Geplant war das anders und ab nächsten Monat werde ich mit mehr Ruhe drangehen… Was auch gleich mein 1. Learning ist – Foodfotos brauchen Zeit und viel Geduld. Und wenn’s nur drum geht, die eine Zitrone in 5 verschiedene Richtungen zu drehen, um dann später (am PC) festzustellen, dass die optimale Position immer noch nicht dabei war.

Angefangen habe ich mit Licht von den verschiedenen Seiten:

Ich hab dann sehr schnell nur noch mit Licht von der linken Seite gearbeitet. Was aber eher der praktischen Seite geschuldet war als einer bewussten Entscheidung – ich war zu sehr in die verschiedenen Arrangements vertieft… Die Bananen musste ich einfach fotografieren, weil sie mich beim Einkauf förmlich ansprangen.

Die Fotos mit dem reflektierenden Hintergrund machte ich zusammen mit Karin, die mir ihr Fotoequipment zur Verfügung stellte. Vielen Dank dafür, Karin!

Meine Learnings:

  • Food-Fotografieren ist keine Sache, die ich schnell nebenbei machen kann.
  • Gute Vorbereitung ist das A und O.
  • Die verschiedenen Lichteinflüsse verändern die Fotos komplett.
  • Das Foto lebt (oder stirbt) durch Kleinigkeiten: die richtige Anordnung, Flecken auf dem Untergrund (die ich erst auf dem Foto danach entdeckt habe), Bügelfalten auf dem Hintergrund, Lichteinfall – eine wahre Herausforderung für Schluderfrauen 🙂

Ich freu mich schon auf unsere nächste Aufgabe und bin gespannt auf die Ergebnisse der anderen Teilnehmer!


März 2014

An dem Timing muss ich wohl noch ein bisschen feilen: die Bilder hab ich schon seit ca. 2 Wochen, aber ich hatte bis heute keine Muße sie ins Netz zu stellen… Und jetzt ist es so weit: die Märzaufgabe ist erfüllt!

Die Arbeit mit Reflektoren fand ich richtig spannend – sogar so, dass ich keinen Gedanken mehr an den einmal gewählten Untergrund verschwendet habe.

Nachdem ich ungefähr 50 verschiedene Zitronenbilder gemacht habe, habe ich mich an neue Arrangements gewagt:

Meine Learnings:

  • Ich bin total fasziniert, welche Farb- und Lichteffekte sich durch die verschiedenen Reflektoren ergeben.
  • Zuerst wollte ich den Goldreflektor gar nicht ausprobieren, aber das Bild bekommt eine ganz andere Farbe, viel wärmer und halt “goldener” (was mir nur bei wenigen Bildern gefällt).
  • Bei den Arrangements ist viel Geduld gefragt, bis die Sachen so liegen, dass sie mir auf dem Foto auch gefallen.
  • Die Arrangements sehe ich in der Realität ganz anders als durch die Linse.

Die nächste Aufgabe habt Ihr schon gepostet und da bin ich jetzt wirklich neugierig, was sich aus Suppen machen lässt…


Fotos: Irma Haeberle

7 Kommentare

  • Hallo Irma,
    mir gefällt auch Dein blauer Untergrund ganz besonders gut. Da läuft’s einem ja kalt den Rücken runter 😉
    Viele Grüße,
    Jörg Peter

    • Irma Haeberle

      Hallo Jörg-Peter,
      eigentlich bin ich gar kein Blaufan, aber bei den Südfrüchten finde ich es genial!
      Liebe Grüße Irma

  • Am besten gefällt mir das erste Foto in der dritten Reihe: Der Blick wandert vom Blatt über die beiden Zitronenhälften nach hinten zur ganzen Zitrone und kommt gleich wieder nach vorn zurük, um noch mal die tollen Reflexionen auf dem schillernden blauen Untergrund zu bewundern. Bei der Bildbearbeitung könnte man den Horizont wieder gerade rücken, denn so fängt man leicht an zu schwanken. Der knackig-blaue Hinter- und Untergrund macht sich auch beim vierten Foto in der zweiten Reihe sehr gut: Beim genauen Hinsehen erkennt man aber, dass das Tuch im Hintergrund merkwürdige Falten schlägt. Das macht aber nichts, weil die Aufmerksamkeit ja vorn auf den gelben Zitronen liegt, die sich in einer geschlossenen Gruppe samt Blatt gut präsentieren. Bei der nachträglichen Bildbearbeitung ließe sich solch ein Faltenwurf schnell glätten.

    • Irma Haeberle

      Servus Karin,
      das mit dem Tuch im Hintergrund hab ich mir bei der 2. Runde gespart – ich bin einfach etwas näher rangegangen…

  • Sigrid

    Liebe Irma,
    dir sind da ganz wunderbare Arrangements gelungen.
    Bei Dir habe ich gelernt, dass ich in Untergründe investieren muss.

  • Liebe Irma,
    ich wünsche Dir viel Spaß bei unserem Projekt und bin gespannt auf Deine Bilder 🙂
    Herzliche Grüße
    Susan

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