Winter-Rezept: Walnuss-Zwiebel-Brot

Wer den Duft und den Geschmack von Hefeteig liebt, wird von diesem Brotrezept begeistert sein. Das wahre Glück in der Küche erleben Sie, wenn Sie den Teig dafür mit einem Stückchen frischer Hefe ansetzen. Trockenhefe in Pulverform ist zwar praktisch zum Aufbewahren, ersetzt die Hefe in Würfelform aber leider nicht. Vor allem im Winter punktet das Walnuss-Zwiebel-Brot durch die wärmenden Eigenschaften der Zutaten, im Sommer können Sie das Rezept mit getrockneten Tomaten abwandeln.

>>> Rezept und Foto von der Food-Fotografin Dr. Susan Brooks-Dammann

Hefeteig ist ein kleines Sensibelchen

Susan Brooks-Dammann Fotografin frieren schwitzenHefeteig zuzubereiten ist keine große Kunst. Allerdings ist Hefeteig ein kleines Sensibelchen, das mit viel Liebe und Geduld behandelt werden will. Einfach nur Hefe anrühren, lieblos ein wenig kneten, liegenlassen und in den Ofen abschieben, wird er mit Nicht-Aufgehen bestrafen.

Dabei muss das nicht so sein. Hefeteig braucht nicht viel mehr als eine sanfte, doch gründliche Massage, kuschelige Wärme, mehr Massage, mehr Wärme. Sie werden sehen, wenn Sie ein wenig Geduld mitbringen und den Hefeteig mit Liebe behandeln, wird er glücklich und zufrieden quellen, bis er groß und rund und luftig leicht ist.

Walnuss-Zwiebel-Brot

Wichtig zu wissen: Alles in allem brauchen Sie für das Zubereiten und Backen des Hefebrots rund 3 Stunden! Zwischendurch können Sie sich auch anderweitig beschäftigen, aber so ein leckeres Hefebrot braucht nun mal seine Zeit.

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl, Type 405 oder 1050 (alternativ: 300 g Weizenmehl Type 405 und 200 g Vollkornmehl)
  • 42 g frische Hefe
  • ca. 1/4 l lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 Zwiebeln (fein gehackt)
  • 2-3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • Olivenöl zum Anbraten
  • 100 g gehackte Walnüsse

Im Interview erzählt Dr. Susan Brooks-Dammann, dass sie selbst viel friert und warum eine Paprika der Anlass war, sich intensiver mit der Food-Fotografie zu beschäftigen.


Zubereitung

Vorteig: 5 bis 10 Minuten

  • Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine kleine Kuhle drücken.
  • Dort die frische Hefe hineinbröseln und als Vorteig mit ein wenig lauwarmem Wasser und einer Prise Zucker ansetzen.
  • Der Vorteig muss 5 bis 10 Minuten lang gehen, dafür die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und an einen warmen Platz stellen.

Gewürze vorbereiten und Teig kneten: 5 bis 10 Minuten

  • Etwas Öl in die Pfanne geben. Erst fein gehackte Zwiebeln leicht anbräunen, dann den fein gehackten Knoblauch zugeben. Etwas abkühlen lassen. Für das Sommerrezept für das Tomatenbrot (siehe unten) überspringen Sie diesen Schritt.
  • Salz, gehackte Walnüsse, angebratene Zwiebel- und Knoblauchstücke hineingeben und den Teig gründlich durchgekneten. Mit gründlich sind mindestens 5 Minuten gemeint, besser länger.
  • Der Teig ist dann genau richtig, wenn er eine weiche, elastische Konsistenz hat.

Brotteig an einem warmen Ort gehen lassen: 1 Stunde

  • Haben Sie genug geknetet, muss der Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt im Warmen ruhen und darf keinerlei Zugluft bekommen. Im Winter ist ein ruhiger Platz direkt an der Heizung ideal, ein sonniges Fleckchen am Fenster tut’s aber auch.
  • Alternative: Sie können den Teig auch in den Backofen stellen, den Sie zuvor auf 50° Celsius erwärmt haben. Es reicht, wenn Sie den Ofen dafür nur ein paar Minuten aufheizen und dann wieder abstellen.
  • Den Teig etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er etwa das Doppelte seines ursprünglichen Volumens hat.

Das Brot formen und nochmals gehen lassen: 30 bis 40 Minuten

  • Den Teig nochmals kneten, bevor Sie ihn in Form – sprich: Brotlaib oder Brötchen – bringen.
  • Nun lassen Sie den Laib oder die kleinen Brötchen noch mal ca. 30 bis 40 Minuten gehen. Wieder an einem warmen Ort, wieder abgedeckt, um Zugluft zu vermeiden.

Walnuss-Zwiebel-Brot backen: 40 Minuten

  • Den Ofen auf 180°C einheizen.
  • Kleiner Tipp: Eine Schale Wasser im Ofen verhindert das Austrocknen der Oberfläche.
  • Das Brot etwa 40 Minuten backen. Das fertige Brot sollte oben goldbraun sein und sich beim Draufklopfen hohl anhören, dann ist es genau richtig.
  • Wollen Sie lieber kleine Brötchen backen, reichen etwa 25 Minuten. Achtung, auch hier ist Gefühl gefragt, da jeder Herd anders ist!

Variante des Rezepts für den Sommer:

Tomatenbrot mit frischen Kräutern a là Claudia

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl, Type 405 oder 1050 (alternativ 300 g Weizenmehl Type 405 und 200 g Vollkornmehl
  • 42 g frische Hefe
  • ca. 1/4 l lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 200 g getrocknete Tomaten (klein geschnitten)
  • 1 Zweig Thymian* (fein gehackt)
  • 1 Zweig Rosmarin* (fein gehackt)
  • 2-3 Knoblauchzehen (fein gehackt)

* Anstelle der frischen Kräuter können Sie auch getrocknete Kräuter nehmen, falls nichts anderes da ist. Kräuter der Provence passen beispielsweise hervorragend dazu.


Fotografie al dente Buchcover frieren schwitzenHeißer Tipp: Fotografie al dente – So kommt die Pasta richtig aufs Bild“ heißt das anregende Buch von Jana Mänz, Dr. Susan Brooks-Dammann und Corinna Gissemann, dem wir mit freundlicher Genehmigung des Münchner Franzis-Verlags den Text über den sensiblen Hefeteig und das Rezept entnommen haben.

Die Autorinnen nennen einfache Tricks, wie Hobbyköche ihre Gerichte ohne teure Fotoausrüstung und kostspieliges Zubehör fotografieren können. Die anschaulichen Beispiele ermutigen dazu, mit Licht und Schatten, mit dem Foodstyling und der Komposition von Lebensmitteln, Besteck und Geschirr zu experimentieren.


Ihre Erfahrung:

Was bevorzugen Sie zum Backen: frische Hefe oder Trockenhefe? Welche anderen wärmenden Zutaten können Sie für ein leckeres Winterbrot empfehlen? Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit der Food-Fotografie gemacht?

Hier gibt’s weitere Rezepte:

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