Heizteufel: Testerinnen über beheizbare Handschuhe mediDay
Auch diesen Winter kamen neue beheizbare Handschuhe auf den Markt. Hier erfahren Sie, dass solche Handschuhe vor allem für Menschen mit Raynaud-Syndrom sinnvoll sind. 2026 testen wir einige Modelle – in diesem Beitrag lesen Sie die Berichte zum beheizbaren Handschuh mediDay mit Bündchen der Berliner Firma Heizteufel (Link zur Webseite der Firma).
Stephanie hat ein mittelschweres Raynaud-Syndrom. Ihr genügen die kleineren Akkus, sie gibt die Schulnote 1- für die Handschuhe. Hier stellt sich Stephanie im Interview von 2015 vor: „Ich friere nach dem Sport, wenn das Schwitzen nachlässt“. Unten finden Sie ihren ausführlichen Testbericht.
Susanne H. war die zweite Testerin. Sie hat eine schwere Form des Raynaud-Syndroms und bekommt mehrere Anfälle am Tag. Umso wichtiger ist es für sie, den „richtigen“ beheizbaren Handschuh zu finden. Bei ihren Tests stellte sie fest, dass sie für den mediDay-Handschuh den größeren Akku braucht, um Anfälle vermeiden zu können.
- Weiße Flächen sind am heißesten.
- An dieser Stelle verläuft der Heizdraht.
- Nach Weiß kommen Rot und Gelb.
- Hier sieht man, dass die Daumenspitze rot ist.
Karin: Nach diesen beiden Tests habe ich die Handschuhe mit dem Smartphone und mit einer Wärmebildkamera fotografiert. Man muss serh genau hinschauen: Dort wo das +Zeichen ist, wird die Temperatur gemessen. Knapp daneben kann die Messung schon wieder anders sein. Ich habe die Handschuhe von außen fotografiert, innen mögen die Temperturen leicht anders sein.
Ich selbst habe kein Raynaud-Syndrom, aber oft kalte Hände. Wie schon 2015 erhalte ich keine Provision von den Firmen, was mich unabhängig macht und mir eine weitgehend objektive Berichterstattung erlaubt.
Hier lesen Sie, wie wir die beheizbaren Handschuhe testen und welche Kriterien wichtig sind: Beheizbare Handschuhe im Überblick
2015 hatten wir einen Fingerhandschuh und einen Fausthandschuh von Heizteufel getestet. Mit Andreas Mischok, dem Inhaber der Firma Heizteufel, bin ich seitdem in lockerem Kontakt geblieben. Hier mein damaliges Interview und die vorherigen Testergebnisse:
Heizteufel: „Beheizbare Handschuhe für kalte Hände“
Heizteufel: Beheizbare Handschuhe im Test
Heizteufel: Beheizbare Fingerhandschuhe im Test
Susanne E. war die dritte Testerin der Heizteufel-Handschuhe. Sie hat ein leichtes Raynaud-Syndrom und freute sich über ihre warmen Hände beim Spazierengehen.
Karin: Zum Abschluss dieser Testreihe habe ich mit Andreas Mischok telefoniert und ihm in Kurzform das Feedback der Testerinnen mitgeteilt. Unten finden Sie seine schriftlichen Antworten.
Die Firma Heizteufel stellt die beheizbaren Handschuhe in Berlin her und bietet sie mit zwei verschiedenen Akkustärken an: Der kleine Medi-Akku mit 7,4V ist leichter, der größere Pro-Akku mit 11,1V ist schwerer.
Nicht getestet haben wir die Variante, den Akku in der Innentasche einer Jacke zu verstauen und über ein 0,6m oder 1,2 m langes Verbindungskabel mit dem Handschuh zu verbinden.
Auf der Webseite von Heizteufel steht:
„Der mediDay ist ein kombinierter Tagesheizhandschuh, der im Hause getragen wird und auch für den Outdooreinsatz hervorragende Eigenschaften bietet.“
Damit mehrere Testerinnen die Handschuhe hintereinander ausprobieren konnten, haben wir sie in Größe M bestellt. Mit Hilfe der Größentabelle auf der Webseite sollten die Kundinnen die richtige Größe für sich finden können.
Stephanie: „Die Größe M passt für mich und entspricht den M-Größen anderer Hersteller. Mir genügen die kleineren Akkus, damit ich keinen Raynaud-Syndrom-Anfall bekomme.“
Optisch haben mir die Handschuhe sehr gut gefallen. Sie sind sehr hochwertig verarbeitet, angenehm zu tragen, sehr weich, nicht kratzig oder stumpf. Der kleinere Akku lässt sich gut verstauen.
Die Stulpen an den Handgelenken sind nicht zu eng und auch lang genug, dass sie unter der Jacke verschwinden können. In Schulnoten würde ich den Handschuhen insgesamt eine 1 minus geben.
Wie gut kommst du mit dem Einsetzen der Akkus zurecht? Das war etwas friemelig. Ein Reißverschluss wäre sehr hilfreich gewesen, damit die Akkus auch wirklich gut verstaut sind.
Drücken die Akkus am Handgelenk? Der große Akku hatte einen unangenehmen Tragekomfort. Er trägt schon ziemlich an der Handschuhoberfläche auf und ist auch sehr schwer. Daher ist der Tragekomfort mit dem „kleinen“ Akku für mich durchaus angenehmer.
Passt der Ärmel der Jacke oder des Mantels gut drüber? Ja.
Welche Ladezeiten und Laufzeiten hast du gemessen?
- Ladezeit Akku: 4 Stunden beim kleinen Akku Medi und beim großen Akku Pro
- Laufzeit Akku Stufe grün (Stufe 1): 5,5 Stunden beim kleinen Akku Medi und 4 Stunden beim großen Akku Pro
- Laufzeit Akku Stufe rot (Stufe 3): 3 Stunden beim kleinen Akku Medi und 2,5 Stunden beim großen Akku Pro
Welche Heizstufe findest du angenehm? Die Heizstufe 3 ist bei beiden Akku-Modellen schon ziemlich warm, fast schon unangenehm heiß. Mir reicht die Heizstufe 1 vollkommen aus, da sie die Hände gut wärmen, ohne dass sie gleich schwitzen. Die Laufzeit der Akkus auf Stufe 1 fand ich ausreichend für den Alltag.
- Am Daumengelenk gibt es eine heiße Stelle.
- Die Zeigefinger sind oben weiß.
- Die Fingerspitzen sind Rot und Gelb.
- Oben auf der Hand ist es kühler.
Welche Erfahrungen hast du bei Wind oder Regen / Schnee gemacht? Ich habe die Handschuhe nur bei trockenem Wetter getestet, daher kann ich nichts über Nässebeständigkeit und Undichtigkeit des Materials sagen.
Hast du einen Raynaud-Anfall bekommen, obwohl Sie die Handschuhe bereits zu Hause im Warmen angezogen hatten? Nein, ich bekam keinen Anfall.
Kannst du die mediDay-Handschuhe empfehlen? Ja, aber nicht für Sportler mit dem großen Akku z.B. zum Skifahren oder Schlittenfahren. Für Spaziergänge sind sie gut geeignet.
Rückfragen an Stephanie nach meinem Telefonat mit Andreas Mischok:
Hast du Peelings bemerkt? Nein.
Hast du gesehen, dass es ein Material innen am Zeigefinder und am Daumen gibt, um das Smartphone bedienen zu können, ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen? Ich habe weder das Tippen auf dem Handy noch die Verwendung als Innenhandschuhe getestet. Auf einen vielleicht beiliegenden Zettel hatte ich nicht geachtet.
Welche Tipps hättest du für Heizteufel, um auf die richtige Verwendung der Handschuhe hinzuweisen? Ich fände eshilfreich, oben auf die Handschuhe einen Zettel für den Verwendungszweck beizulegen.
Susanne H.: „Ich habe eine schwere Form des Raynaud-Syndroms und mehrere Anfälle am Tag – draußen und sogar drinnen. Ich brauche die höhereHeizleistung in voller Stärke „rot“, damit bei mir kein Anfall ausgelöst wird.“
Größe M war für Susanne H. leider etwas zu klein. Als zweite Testerin bekam sie Handschuhe, die Stephanie vorher schon mehrmals benutzt hatte.
Wie fühlt sich das Gewebe der heizbaren Handschuhe mediDay von Heizteufel an? Das Material liegt doppelt. Bei Erwärmung der Handschuhe und mit feuchten Händen kommt man schwer in die Handschuhehinein, da das Gewerbe nicht miteinander fixiert wurde.
Der Leder- oder Kunstlederteil am Tastschalter ist unschön und wellt sich mit zunehmendem Gebrauch.
Dass der Handschuh ein reibungsarmes Außenmaterial haben soll, zeigt sich mit der „Pilling-Bildung“ auf dem Handschuh nicht ganz stimmig zur Beschreibung auf der Webseite:
- Das elastische Obermaterial ist angenehm durch seine Flexibilität.
- Das Material ist jedoch unpassend, da es Wasser aufnimmt und durch diese zweite Schicht keine Greifbarkeit für „kleinere“ Artikel besteht wie beim Geld aus dem Geldbeutel oder ein Taschentuch aus dem Päckchen holen bzw. das Handy bedienen.
Wie gut kommst du mit dem Einsetzen der Akkus zurecht? Am Anfang dachte ich, das Kabel von der Klinke im Handschuh-Täschchen bis zum Akku wäre einfach zu kurz. Dann habe ich bemerkt, dass man das Kabel am Akku knicken muss, um den Akku auf dem Handrücken einsetzen zu können.
Die Platzierung des doch sehr dicken Akkus (11,1V) am Handrücken mit der flexiblen Stofflasche ist recht unglücklich gewählt, denn man muss sehr darauf achten, dass sie einem nicht rausfallen. Die Tasche scheint für den großen Akku zu klein zu sein.
Man sollte das Bündchen umklappen können, aber leider hält das über dem Akku nicht richtig und lässt durch das Umklappen eher wieder Kälte durch den abstehenden Akku zu.
Meine Idee: Die Tasche hätte nach innen nochmals umgenäht werden können, damit eine Haltesicherung wie bei einem eingeschlagenen Kopfkissen entsteht.
Einen Klettverschluss fände ich umständlich, und auf Dauer wird dieser durch Fadenverschmutzung dann nicht mehr halten. Bei den leistungsschwächeren Akkus (7,4V) klappte es etwas besser mit der Tasche.
Drücken die Akkus am Handgelenk? Die Akkus am Handrücken schränken die Bewegungsfreiheit und das Handling recht ein, jedoch sind die Bündchen durch ihre Länge sehr angenehm. Die Bündchen machen jedoch einen bereits nachlassenden Eindruck der Gummis.
Ich empfand das An- und Ausziehen gerade mit feuchten oder nassen Händen als eine Herausforderung, was Zeit benötigte und somit für mich kein einfaches Handling darstellt.
Passt der Ärmel der Jacke oder des Mantels gut drüber? Es ist nur schwer möglich, bei einem normalen Jackenärmel die Bündchen darüber zu bekommen, so dass zumindest ein wenig Schutz vor dem Herausfallen des Akkus gegeben ist.
Die großen 170g Akkus (auf der Webseite steht 160g) sind an den Handgelenken unangenehm und einschränkend. Man muss sehr darauf achten, dass die Akkus in der Tasche nicht herausfallen.
Der Taster kann nicht unter dem Jackenärmel versteckt werden, da sich die Temperatur durch den Druck des Ärmels oder die Bewegung verstellt.
Was hast du beim Anschluss der Handschuhe an die Akkus bemerkt? Die Kabelverlängerung war längentechnisch ausreichend, um die Verbindung vom Handschuh zum Akku in der Innentasche herzustellen. Bei Jacken ohne Innentasche ist es ungeschickt, da die Kabelführung dann unter der Jacke von innen nach außen in die Jackentasche gelegt werden muss und ein Hängenbleiben wahrscheinlicher ist.
Vielleicht ist es technisch so gewollt und nicht anders möglich – aber die Stecker und Kabel tragen zu sehr auf. Bleibt man irgendwo hängen, löst sich die Steckverbindung recht schnell, und der Kabelgang zum Handschuhrücken sorgt dafür, dass der Akku nicht richtig hält und etwas drückt.
- Das Bündchen bleibt dunkel = kalt.
- Der Handschuh liegt auf einer kühlen Unterlage.
- Der Druckknopf erwärmt sich etwas.
- Am wichtigsten sind warme Fingerspitzen.
Welche Probleme siehst du bei den beheizbaren mediDay-Handschuhen beim Handling? Ich konnte folgende Schwierigkeiten feststellen:
- Die Handschuhe sind zu dick für den alltäglichen Bedarf, um sie dauerhaft tragen zu können. Die Handschuhe müssen ausgezogen werden, dadurch wird die Wärmeisolation unterbrochen, die Hände kühlen aus, und der Raynaud-Anfall tritt ein. Beispiele: Geld aus dem Geldbeutel holen, Mobiltelefon bedienen.
• Der große Akku am Handrücken rutscht raus, und die Kabel werden getrennt.
• Um die Akkus mit der Verlängerung verdeckt einstecken zu können, wird eine Jacke mit Innentaschen benötigt. Sonst bleibt man an den Kabeln hängen oder hat diese in den Hosentaschen stecken.
• Das Außenmaterial lässt gerade an den Fingerkuppen nach, und es zeigen sich lösende Fäden. - In der Innenbeschreibung des Handschuhs ist dieser als Unterziehhandschuh deklariert – dafür ist er in meinen Augen jedoch völlig ungeeignet. Er ist zu dick, um einen weiteren Handschuh darüber ziehen zu können.
- Die Akkus sind an der dafür vorgesehenen Stelle ohne Verlängerungskabel einfach störend und zu auftragend.
• Bei einem längeren Vorheizen auf Stufe 3 und über 5 Minuten fingen die Handschuhe an zu riechen. Ich hatte Sorge, dass etwas anfangen könnte zu „brennen“, denn es roch etwas verschmort.
Wie lange dauert das Aufladen? Das Aufladen der großen 11,1V-Akkus dauert ca. 3,5 Stunden, was schon eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.
Welche Unterschiede bemerkst du bei den beiden verschiedenen Akkus? Die großen 11,1V-Akkus haben im Vergleich zu den kleineren Akkus mit 7,4V deutlich mehr Heizleistung. Sie werden im direkten Vergleich um einiges wärmer und vermeiden den Anfall, was bei den kleinen Akkus nicht gegeben war.
- Die Spitze des Daumens bleibt kühler.
- Wärme zwischen zwei Fingern.
- Fingerspitzen erscheinen Grün und Blau.
- Am Handgelenk bleibt es kühler.
Welche Wärmestufe findest du angenehm? Für mich ist die höchste rote Stufe angenehm, damit das Morbus-Raynaud-Syndrom erst gar nicht so extrem eintritt. Fasse ich bei roter Stufe ein kaltes Lenkrad an, so ist die Wärme der Handschuhe noch kaum spürbar.
Laut Hersteller soll die Heizdauer 4,5 Stunden bei bis zu -30°C betragen. Hier meine Erfahrungen:
- Die kleinen Akkus haben bei 0°C den Raynaud-Anfall nicht verhindert.
- Die großen Akkus waren bei -4°C bei einer Dauer von 2 bis 2,5 Stunden auf roter Stufe im Einsatz, die Handschuhe waren angenehm warm.
- Habe ich jedoch etwas Kühleres angefasst, nahm die Wärme im lauwarmen Bereich ab.
Welche Stufe ist zu heiß / zu kalt? Was machst du dann? Eine zu heiße Stufe konnte ich nicht feststellen. Die beiden anderen Stufen Blau und Grün verhindern bei mir das Morbus-Raynaud-Syndrom nicht – und beide Stufen sind somit für mich zu kalt. Ich benötige dauerhaft die rote und somit höchste Stufe, wenn ich mich im kalten Bereich draußen bewege.
Auf der Heizteufel-Webseite steht:
„Aufgrund seiner Thermowattierung sowie der wasser- und winddichten Klimamembrane eignet sich der mediDay auch für den universellen Einsatz, um beispielsweise ausgiebig durch Eis und Schnee zu wandern.“ Und weiter: „Für den Außeneinsatz sorgt eine wind- und wasserdichte Klimamembrane, die zudem vor Handschweißbildung schützt, was das Auskühlen von Finger und Handfläche verhindert. Das eingearbeitete ThinsulateTM ist eine synthetische Hohlkörperfaser mit hervorragender Kälteisoliereigenschaft, die für eine optimale Wärmewirkung sorgt, und das annähernd 10 Mal besser, als es Schurwolle zu leisten vermag. Diese Materialien verbessern die Wärmeeffizienz und halten Ihre Hände angenehm warm und trocken.“
Welche Erfahrungen hast du bei Wind oder Regen / Schnee gemacht? Wind hatte keinen wirklichen Einfluss auf die Handschuhe. Regen und Schnee beeinflusste das Material jedoch immens. Nach ca. 30 Minuten im Kontakt mit Schnee wurden die Handschuhe deutlich nass. Die Heizleistung reichte nicht aus, um meine Hände vor dem Anfall und den Handschuh vor Nässe durch den schmelzenden Schnee zu schützen.
Ein Aus- und Wieder-Anziehen der Handschuhe wurde mit feuchten Händen zur Herausforderung, da sich das doppelt liegende Innenmaterial verschob und beim Anziehen „bremste“.
- Fingerspitzen in Violett und Türkis.
- Violett bedeutet hier 15,8 Grad.
- Die Wärme kommt nicht bis in die Fingerspitzen.
- Blau-Violett bedeutet hier 14,2 Grad.
Hast du einen Raynaud-Syndrom-Anfall bekommen, obwohl du die Handschuhe bereits zu Hause im Warmen angezogen hattest? Ich habe die Handschuhe mit 11,1V-Akkus zu Hause auf roter Stufe vorgewärmt – so wurde kein Raynaud-Anfall ausgelöst, was die Lebensqualität und auch die persönliche Stimmung positiv beeinflusst hat. Bei den 7,4V-Akkus reichte die Heizleistung für mich nicht aus, denn die Handschuhe fühlten sich lediglich lauwarm an.
Bei welchen Tätigkeiten hast du die Handschuhe benutzt? Drinnen hatte ich die Handschuhe lediglich erwärmt angezogen, um dann rauszugehen. Draußen war ich damit im Schnee, habe ihn angefasst, bin Auto gefahren, sonst nix Spezielles.
Kannst du die beheizbaren mediDay-Handschuhe von Heizteufel empfehlen? Ich kann die Handschuhe bei der Intensität meiner Erkrankung mit den 11,1V Akkus für Morbus-Raynaud-Patienten empfehlen, um einen Anfall zu verhindern.
Keine Empfehlung für …
• Wintersportler, da das Obermaterial dafür nicht geeignet ist
• Morbus-Raynaud-Patienten, die in Winterregionen einen wasserundurchlässigen Schutz benötigen
• ältere Menschen, die zusätzlich Schwierigkeiten aufgrund des etwas komplexen Handlings haben.
Welche Schulnote würdest du den MediDay-Handschuhen von Heizteufel geben? Note 2.
Susanne H. beantwortete nach meinem telefonischen Feedback an Andreas Mischok diese Rückfragen zum beheizbaren Handschuh mediDay von Heizteufel:
Hast du der Verpackung oder dem beiliegenden Infozettel des Handschuhs angesehen, dass sich der Handschuh nicht für Nässe eignet und dass der feine Strickstoff anfängt zu peelen, wenn man raue Materialien damit anfasst? Den Zettel hatte ich nicht gesehen, jedoch auf der Webseite gelesen. Dass sich hier das Material pillt, ist mir aufgefallen. Raue Materialien habe ich nicht angefasst.
Hast du ausprobiert, ob sich die Verstärkung am Zeigefinger innen zum Tippen auf dem Smartphone eignet? Die Verstärkung funktioniert nicht so optimal, manchmal muss man fest auf das Handy-Display drücken, damit es funktioniert. Nachrichten schreiben ging nicht, die Handschuhe musste ich dafür ausziehen.
Wie könnte die Firma Heizteufel potentielle Kundinnen am besten über die „richtige“ Verwendung des Handschuhs informieren? Mit der detaillierten Beschreibung des Handschuhs und der damit verbundenen Nutzungsmöglichkeit.
Beispiele: geeignet für innen, als Unterziehhandschuh in alltäglichen Handschuhen, für Raynaud-Patienten mit Ausprägung leicht, mittel und stark. Die Fakten könnte man als punktuelle Auflistung hervorheben.
Dein Fazit?
Für diese Handschuhe empfinde ich die Verarbeitung und das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht ausgeglichen, da sich die Nähte teilweise schon öffnen und Fäden lösen.
Persönlich würde ich doch lieber einen dünneren Unterziehhandschuh bevorzugen, da er mehr Möglichkeiten und Individualität offen lässt. Der mediDay-Handschuh ist als Unterziehhandschuh jedoch zu dick, in einem Fäustling oder Skihandschuh fühlt es nicht angenehm an und drückt.
Susanne E. war die dritte Testerin, die die mediDay-Handschuhe von Heizteufel ausprobiert hat. Hier ihr Bericht.
Das Gewebe ist angenehm weich und leicht. Größe M ist für mich etwas zu groß. Das könnte jedoch vorteilhaft sein, weil die Fingerkuppen nicht am Ende liegen. So war noch etwas Luft übrig – und ich vermute, dadurch wurden die Fingerkuppen nicht kalt.
Die Ärmel der Jacke konnte ich gerade so über die Stulpen der Handschuhe drüberziehen. Besser ist es, erst die Handschuhe und dann die Jacke anzuziehen.
Welche Akkus hast du getestet? Ich habe nur die kleinen Akkus medi-2 ausprobiert – und die sind schon etwas zu groß für das kleine Täschchen. Die großen Akkus passen da nicht wirklich rein.
Die Akkus empfand ich als zu schwer. Es ist sehr unpraktisch, dass man das Akkutäschchen nicht schließen kann, denn die Akkus rutschten raus.
Was ist dir beim Spazierengehen mit den beheizbaren Handschuhe aufgefallen? Während eines einstündigen Spaziergangs bei etwa -3 Grad trug ich die Handschuhe auf der höchsten Stufe Rot. Meine Hände waren erstaunlich warm. Nur auf dem Handrücken spürte ich einen leichte Kühle, die aber nicht weiter nennenswert war.
Nach einer halben Stunde war die Einstellung von Rot auf Blau gefallen, daher stellte ich nochmals Stufe Rot ein. Während des ganzen Spaziergangs blieben die Hände angenehm durchblutet. ((Nur leider waren meine Zehen trotz Lammfellstiefel eiskalt.))
Draußen und bei Minus-Temperaturen waren die Handschuhe äußerst hilfreich. Es war für mich ungewohnt, dass meine Hände trotz Kälte warm blieben. Ich habe sie bis auf erwähnte Ausnahmen immer nur 20 bis max. 30 Minuten getragen. Im Winter vermeide ich es, länger draußen zu sein.
Wie gefallen dir die Handschuhe draußen bei Plusgraden? Bei +5 Grad nutzte ich die Handschuhe zum Radfahren, stellte jedoch keine Wärmestufe ein. So wärmten die Handschuhe auch ohne Aufheizen, und ich hatte keine Beschwerden.
Was fiel dir auf, als du die mediDay-Handschuhe drinnen ausprobiert hast? Zur Büroarbeit habe ich die Handschuhe auch getestet. Leider kann man damit nur mit dem Zweifingersystem an einer Tastatur arbeiten. Das ist schwierig für mich, weil ich mit 10 Fingern schreibe.
Mein Fazit: Am linken Handgelenk drückte der Akku nach längerem Tragen sehr. Das ist ein Grund, warum ich sie mir nicht zulegen würden. Ich würde die Handschuhe nur für draußen empfehlen. Allerdings sind die großen, schweren, rutschenden Akkus ein großer Nachteil.
Schulnote: Note 2 für Wärme und Material, Note 5 für Akkus
- Türkis-Blau bedeutet hier 20,0 Grad.
- Oben ist es wärmer als an den Fingerspitzen.
- Die Unterlage rechts unten ist sehr kalt.
- Die Fingerspitzen sind unterschiedlich warm.
Mail vom 26.1.2026: Andreas Mischok ist Inhaber der Firma Heizteufel in Berlin.
Wir haben bislang kein Problem mit Peeling gehabt, auch nicht von Kunden gehört oder bei irgendwelchen Einsendungen aus früheren Lieferjahren erkannt – das wäre für uns neu. Mich würde aber trotzdem interessieren, was mit den Handschuhen gemachte wurde.
Raynaudpatienten nutzen gern den kleineren Medi-Akku, wenn die Bewärmung ausreicht – z.B. in Räumen oder Übergangsjahreszeiten.
Ansonsten bleibt für den hohen Wärmebedarf nur der große Pro-Akku, der für eine exzellente Bewärmung sorgt und innerhalb kürzester Zeit die Hände in eine natürliche Hautfarbe bringt.
Die höchste Heizstufe des kleineren Medi-Akku liefert 15W Heizleistung und ist vergleichbar mit der niedrigsten Heizstufe des größeren Pro-Akkus bei 50%. Hier ist die maximale Heizleistung 30W bei 100%. Wenn die Heizleistung des Medi-Akkus nicht ausreicht, dann kommt der Pro-Akku zum Zuge.
Da nicht jede kleine Hand einen so großen, schweren Akku tragen mag, bieten wir Verlängerungskabel sowie Gürtel- und Clip-Akkutaschen an. Das ist übrigens auch eine Variante für berufstätige Raynaud-Patienten, die viel mit den Händen arbeiten müssen und einen Akku am Unterarm lästig finden.
Wird ein Handschuh nur im Zimmer getragen, so bieten wir dafür den beheizbaren Handschuh mediHome an.
Warum die eine Testerin nasse Hände bekommen hat, entzieht sich meiner Vorstellung. Der Handschuh kommt mit einer Klimamembrane, da hat sich auch noch keine Kundin wegen Nässe beschwert und auch die Tests sind negativ.
Im Handschuh ist ein Textillabel eingenäht, das Foto (links) könnte Irrtümer ausschließen.







































