Tipps gegen Schädlinge bei Chili-Pflanzen

Ob drinnen oder draußen – überall lauern Schädlinge, um in einem günstigen Moment über eure Chili-Pflanzen herzufallen.  Hier stelle ich euch die am häufigsten vorkommenden Plagegeister vor und gebe Tipps, wie ihr sie am schnellsten wieder loswerden könnt. Den Teilnehmern des Chili-Anbau-Wettbewerbs wünschen wir weiterhin viel Erfolg – auch beim „Kampf“ gegen alles, was euren Lieblingen schaden könnte.

>>> Text und Foto von Alexander Hicks

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Schädlinge finden immer einen Weg

Im Garten wimmelt es nur so vor Krabbeltieren. Sie machen es sich in der Erde, unter Steinen und auf Baumstümpfen gemütlich und warten so lange, bis sie etwas besonders  Schmackhaftes entdecken, um sich auf die  Schlemmertour zu begeben.

Auch in der Wohnung und auf dem Balkon finden sich die Schädlinge immer wieder ein, wobei sich der ein oder andere wahrscheinlich fragt, woher die kleinen Plagegeister überhaupt kommen. Meist holt ihr sie euch durch die Erde ins Haus – und dabei macht es keinen großen Unterschied, ob es sich um ein konventionelles oder ein Bio-Produkt handelt. Denn: Schädlinge finden immer ihren Weg.

Blattläuse…

… sind saugende Schädlinge, die sehr gern an Chili-Pflanzen gehen. Sie vermehren sich sehr schnell, weil es dazu keine Männchen braucht. Neigt sich eine Nahrungsquelle für die Blattläuse dem Ende zu oder ist die Population zu groß geworden, werden vermehrt beflügelte Blattläuse geboren, die dann ausschwärmen und sich neue Nahrungsquellen suchen.

Im Garten tragen auch Ameisen die Blattläuse von Pflanze zu Pflanze. Sie halten sich Blattläuse, um diese zu “melken”. Dazu sammeln sie den überschüssigen Honigtau, den die Blattläuse aus den Säften der Pflanze produzieren.

Meine Tipps:

  1. Schaut euch die Blätter eurer Chili-Pflanzen regelmäßig von oben und von unten an.
  2. Bei einer Invasion von Blattläusen solltet ihr ihnen möglichst früh Einhalt gebieten.
  3. Drinnen hilft es oft schon, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, denn so verschlechtert sich zumindest schon mal die Umgebung für die Blattläuse.
  4. Optimal ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 55%. Bei weniger Feuchtigkeit fühlen sich die Blattläuse wohl, bei feuchterer Luft haben andere Angreifer ein leichtes Spiel.
  5. Hilfreich sind auch verschiedene Hausmittel gegen Blattläuse. Mit Auszügen oder Tees aus Pflanzen wie Knoblauch, Brennessel oder Reinfarnkraut nebelt ihr die Pflanzen dann regelmäßig ein.

Mein Rezept für eine Knoblauchbrühe:

  • 1 Knoblauchzehe schälen. Mit 0,25 Liter Wasser in einem Kochtopf ansetzen und 30 Minuten lang auskochen. Abkühlen lassen. Die Brühe mit 5 Teilen Wasser verdünnen.
  • Die Pflanzen einmal am Tag damit besprühen. Nach 3 Tagen sollte auch die letzte Blattlaus erledigt sein. Ich sprühe aber noch so lange weiter, bis die Brühe aufgebraucht ist, weil der Knoblauch auch eine stärkende Wirkung auf die Chili-Pflanzen hat.
Die Larven von Trauermücken…

… schlüpfen in der Erde und ernähren sich von Wurzeln. Da man sie in der Erde schlecht erkennen kann, fällt der Larvenbefall meist erst dann auf, wenn schon die Trauermücken daraus geschlüpft sind und herumfliegen.

Diese bis zu 7 mm großen Mücken sehen der gemeinen Fruchtfliege sehr ähnlich: Sie sind nur etwas schlanker, außerdem sehen ihre Flügel dunkel bis schwarz aus – daher haben die Trauermücken auch ihren Namen.

Wichtig zu wissen: Die ausgewachsenen Trauermücken verursachen keinen Schaden an den Pflanzen, die Jagd gilt deren Larven.

Meine Tipps:

  1. Die Larven der Trauermücken mögen gern eine feuchte Erde. Daher ist ein Befall auch immer ein Zeichen dafür, dass ihr die Chili-Pflanzen zu viel gegossen habt. Gelbtafeln helfen, einen Befall schnell zu erkennen: Die Klebefallen bringt ihr in der Nähe der Pflanzen an, die Trauermücken bleiben dann an diesen mit Kleber eingestrichenen gelben Tafeln haften.
  2. Gegen Stechmücken im Garten gibt es Mittel, die ihr in die Regentonne oder in den Teich einsetzen könnt. In diesen Lösungen sind meist spezielle Fadenwürmer (Nematoden) und Bakterien enthalten, die die Larven töten. Die Mittel könnt ihr in niedriger Dosierung ins Gießwasser geben.
Spinnmilben…

… fühlen sich bei allzu trockener Luft sehr wohl. Diese saugende Insekten sind von ihrer Größe her nur schwer zu erkennen. Was ein Befall aber ganz deutlich anzeigt, sind ihre Gespinnste, die sie spinnen. Zudem bekommen die Blätter Punkte an den Saugstellen.

Meine Tipps:

  1. Optimal ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 55 %.
  2. Bei zu trockener Luft hilft es, jeden Tag die Pflanzen leicht einzusprühen.
  3. Spinnmilben haben viele Gegenspieler wie diverse Raubmilben, Marienkäfer und Florfliegen, die ihr in einem gut sortierten Pflanzengeschäft kaufen könnt.
  4. Da die Spinnmilben sehr hartnäckig sind, hilft manchmal nur der Griff zum Gift. Dabei auf jeden Fall sicher gehen, dass das Mittel für Paprika (Capsicum) zugelassen ist. Wichtig ist auch zu wissen, wie lange es dauert, bis das Mittel abgebaut ist und die Früchte bedenkenlos verzehrt werden können.
Fazit:

Versucht, einem Befall mit Schädlingen vorzubeugen. Ganz wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit im Innenraum im richtigen Bereich liegt: Bei zu trockener Luft hilft das Einsprühen der Blätter. Bei zu feuchter Luft solltet ihr den Raum regelmäßig lüften.

Außer den hier genannten 3 Schädlingen gibt es weitere Schadtiere wie die Schnecke – darüber schreibe ich aber erst in ein paar Wochen, wenn ihr die Chili-Pflanzen möglicherweise in den Garten pflanzt.

Übrigens: Hier findet ihr meine Tipps zum Pikieren, zu Licht und Temperatur, zum Düngen und zur künstlichen Beleuchtung.


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Eure Erfahrung:

Welche Schädlinge habt ihr bereits an euren Chili-Pflanzen bemerkt? Was tut ihr dagegen? Und: Wer von euch wird die Bonsais in den Garten pflanzen?

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