Food-Fotografie: Joghurt mit Erdbeeren – Oskar experimentiert (3)

Am Viktualienmarkt in München war es gar nicht so einfach, Fotos zu machen. Ich wurde gleich angeschnauzt: Fotografieren verboten! Ich habe dann aber doch ein paar Tricks herausgefunden, um meine Juni-Aufgabe erfolgreich anzugehen. Hier geht’s zu meinen Fotos, die ich im Februar/März,  im April/Mai und im August / September für das Seelenwärmer-Foto-Projekt 2014 gemacht habe.


JUNI 2014

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Erst nachdem ich auf dem Viktualienmarkt in München 2 Kilo Karotten kaufte, durfte ich beim Abwiegen Fotos machen.

Genauso erging es mir dann bei den Kirschen. Das Kilo kostete 10 Euro, für das Modellstehen und Hinhalten wollte die Standlfrau einen Hunderter. Ich zeigte ihr die Aufnahmen und wurde dann gnädigerweise vom Honorar befreit.
Beim Spitzkohl und den exotischen Früchten habe ich dann gemogelt, denn ich wollte nicht dauernd Obst und Gemüse  kaufen. In einem unbemerkten Augenblick habe ich das störende Preisschild umgestoßen oder entfernt. Aber wieder hingestellt.

Den Pak Choi habe ich im Supermarkt in England fotografiert. Das Spezial-Eis mit Himbeeren und Sahne habe ich bei meiner Eis-Lady auf dem Plymouth Hoe fotografiert. Es kostete nur 1 Pfund und kein Honorar fürs Modellstehen.


JULI 2014

Die Fotos habe ich bei Tageslicht  mit Aufheller gemacht. Als ich sie an Karin gemailt habe, schlug sie mir vor, alle Bilder auch seitenverkehrt zu zeigen. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, welches Bild mir besser gefällt, neige aber dazu, sie von links unten nach rechts oben zu betrachten. Warum ich es vorher anders gemacht habe, bleibt mir ein Rätsel. Sicher gibt es auch andere Sichtweisen. Was meint ihr dazu?

Fruchtiger Krabbencocktail: Gekochte Krabben, klein gehackter Apfel und Sellerie mit halbierten Trauben mischen. Quark mit Salz und Pfeffer würzen. Salatblätter auf dem Teller auslegen, Krabbensalat oben drauf häufeln und mit einer Krabbe und Dill garnieren. – Das Tolle war, dass wir den Cocktail gleich nach dem Fotoshooting genießen konnten, ohne vorher groß tricksen zu müssen.

Fruchtjoghurt: Einige Erdbeeren pürieren, einige in kleine Stücke schneiden. Damit die Erdbeerstücken nicht im Joghurt versinken, habe ich etwas Sahne steif geschlagen und in die Mitte der Glasschale platziert. Pürierte Erdbeeren und Stückchen herum auffüllen und mit Erdbeeren garnieren.


Fotos: Oskar Wandt

7 Kommentare

  • Hallo Oskar,
    deine Bilder sehen wirklich sommerlich-frisch aus, das sind richtig schöne Cooldown-Fotos geworden. Hut ab!
    Das mit der Blickführung ist wirklich spannend. Bei deinen Fotos fiel mir nämlich auf, dass mein Blick von links oben nach rechts unten wandert, denn wir lesen ja auch so. Und wenn der Blick dann unten rechts angekommen ist, fällt er bei deinen Originalen ins Leere.
    Nach dem horizontalen Spiegeln ist das anders: Dann stoppen die blaue Serviette bzw. die Erdbeere den Blick, von dort aus wandert der Blick wieder zurück ins Bild. Daher finde ich die gespiegelten Motive besser.
    Bei Fotoanzeigen steht das Produkt auch oft rechts unten, achte mal drauf. Zum schnellen Testen kannst du die Zeitschriftenseite umdrehen und gegen das Licht halten – der Unterschied ist oft erstaunlich.

    • So habe ich das noch gar nicht gesehen. Aber Karin hat Recht.
      Meine Bilder sind noch in der Kamera. Da kann ich das ja gleich mal überprüfen.
      Ansonsten sind das wirklich sommerlich frische Fotos.

    • Ich habe mir Oskars sehr schöne Bilder mehrfach angesehen. Prinzipiell fällt mir auf, dass bei den Krabbencocktail-Fotos das Querformat – so wie es hier inszeniert wurde – aus meiner Sicht gelungener ist, weil der Blickwinkel besser gewählt wurde und das Bild stärker „gefüllt“ ist. Farblich gefällt mir das sehr ausgesprochen gut, vielleicht ein wenig zu viel bzw. zu mächtig wirkendes Dressing?
      Bei den Hochformaten sorgen die Balken des Tisches für eine enorme Tiefe – die aber aus meiner Sicht nicht ausreichend genutzt wird. Da ist zu viel „Leerraum“. Die Erdbeeren sehen soooo lecker aus, zum Reinbeißen! Eine sehr schöne Konzentration auf das Rot und eine knackige Schärfe – bekritteln könnte man den sichtbaren Schatten (vermutlich keine Aufheller oder Reflektoren) und die nicht ganz astreine horizontale Linie. Aber ich gewinne den Eindruck, dass Du wahnsinnig viel gelernt hast, Oskar!!!

  • Sehr schöne Fotos! Leider habe ich bis jetzt in Chemnitz keinen ansprechenden Marktstand gefunden, an dem sich das Fotografieren gelohnt hätte.
    ich vermisse den Viktualienmarkt von München.

  • Sehr schöne Stimmungen, die Du mit Deinen Marktbildern da vermittelst. Bei den Kirschen möchte man gleich zugreifen!

    • Danke Peter, es war viel schöner, ohne Set zu fotografieren.

    • Das Foto mit den Kirschen gefällt mir auch sehr gut. Denn das Typische auf einem Markt ist ja, dass die Händler einem die Ware zeigen und nach dem Kauf in die Hand geben.
      Ganz anders ist die Aussage bei dem Bild, bei dem du die Radieschen unter dem Brunnenwasser selbst wäschst. Da bist du aktiv und nicht der Händler wie auf dem Kirschenbild. Was man sich dabei denken könnte: „Der Fotograf hat sich Radieschen auf dem Markt gekauft und wäscht sie gleich vor Ort, damit er sie sofort essen kann.“ Eine solche Geschichte wäre mir aber etwas zu sehr um die Ecke gedacht.
      Schau doch mal auf Susans Blog: Da zeigt Elisabeth eine Wurst, die der Metzger der Kundin (also mir als Betrachterin) anbietet. Die Geschichte ist so ähnlich wie die auf deinem Kirschenfoto. Wenn du in dieser Richtung noch ein paar weitere Motive auf dem Markt fotografieren würdest, könnte das sicherlich sehr spannend werden.

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