Rezept: Maronensuppe wärmt von innen

Esskastanien gibt es im Herbst und im Winter frisch zu kaufen – und daraus lassen sich die leckersten Gerichte zaubern. Wie wäre es mit einer heißen Maronensuppe, die sie mit Rosmarin, Cayennepfeffer und etwas Zimt würzen? Zu diesem wärmenden Rezept passen als Spezialität ein paar dünne Scheiben Hirschschinken. Probieren Sie das Gericht vor allem dann aus, wenn Sie viel frieren. Die Teilnehmer des Seelenwärmer-Foto-Projekts lassen sich davon für ihre Bilder anregen.

Maronensuppe mit Hirschschinken

Zutaten für 4 Personen

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  • 750 g frische Maronen oder 500 g geschälte Maronen (vakuumverpackt)
  • 100 g mageren Speck
  • 2 Schalotten
  • 1 Karotte
  • 1 Lauchstange
  • 4 kleine Rosmarinzweige
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 l Gemüsebrühe, Rinderbrühe oder Hühnerbrühe
  • 1/8 Liter süße Sahne
  • ½ Zimtstange
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Messerspitze Cayennepfeffer
  • Zimtpulver nach Geschmack
  • 200 g Hirschschinken in feinen Scheiben

Zubereitung

  • Frische Maronen schälen (siehe unten). Einige beiseite legen und in Scheiben schneiden, den Rest grob hacken.
  • Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken.
  • Karotte und Lauch putzen und in Scheiben bzw. Ringe schneiden.
  • In einer großen Pfanne Öl erhitzen. Speck anbraten und beiseite legen.
  • Zwiebel, Maroni und Rosmarinzweige im Öl unter ständigem Rühren kurz anrösten.
  • Rosmarinzweige herausnehmen, einige Nadeln hacken und zurück in die Pfanne geben.
  • Mit Brühe ablöschen, Sahne und Zimtstange hinzugeben, Karotte und Lauch hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und bei mittlerer Flamme 20 Minuten köcheln lassen.
  • Suppe im Topf pürieren, durch ein Sieb in ein Gefäß passieren, ohne Zimtstange wieder in den warmen Topf zurückgießen und bis zum Servieren warm halten.
  • Maronischeiben und Speck auf die Teller verteilen, Suppe einfüllen, mit je einem Rosmarinzweig dekorieren und nach Geschmack etwas Zimtpulver darüber streuen.
  • Den Hirschschinken können Sie in die Suppe geben oder zusammen mit etwas Brot extra anbieten.

So schälen Sie Maronen
Frische Maronen erhalten Sie von Mitte September bis März. Für das Schälen haben sich zwei Methoden bewährt. Am besten verwenden Sie die Esskastanien so schnell wie möglich, weil sie nach dem Kochen oder Backen schnell schimmeln.

  • Methode 1: Maronen waschen, auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden und 10 Minuten in einem Topf mit Wasser kochen. Nach und nach herausnehmen und die warmen Maroni mit einem spitzen Messer die äußere Schale und die innere hellbraune Haut entfernen.
  • Methode 2: Backofen auf 200 Grad einheizen. Maronen waschen und kreuzweise einschneiden. Backblech mit kaltem Wasser abspülen, nicht abtrocknen. Maronen darauf legen und auf mittlerer Schiene etwa 20 Minuten backen. Noch warm mit einem spitzen Messer schälen.

Info: Kastanienmehl
Da auf Korsika viele Kastanienbäume wachsen, bereiten die Korsen die Maroni auf vielerlei Arten zu. Aus Wasser und Kastanienmehl kochen sie beispielsweise eine Polenta, die sie zu einer gegrillten Schweineleber-Wurst (Figatellu) oder zu Wildschwein-Spezialitäten servieren.
Esskastanien, Schweineleber und Wildschweinfleisch gelten in der chinesischen Ernährungslehre als wärmend.

Hirschschinken…
… hat ein kräftiges und würziges Aroma und ist eine ganz besondere Delikatesse. Im Gegensatz zum neutralen bis wärmenden Schweineschinken gilt Hirschschinken als wärmend. Das dunkle, fettarme Fleisch stammt von Junghirschen, für den Schinken wird es mild gesalzen und kalt geräuchert.


Karin Hertzer Seelenwärmer Cover Mit diesen Rezepten aus meinem Kochbuch „Seelenwärmer“ beschäftigen sich die Teilnehmer des Seelenwärmer-Foto-Projekts im April 2014:

Für die Fortgeschrittenen kommen diese Getränke hinzu:

Fotos: Karin Hertzer, vgs

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