Nie wieder frieren: Heiße Tipps für kalte Füße

Vor allem Frauen leiden oft unter eiskalten Füßen – im Büro, zu Hause und erst recht, wenn sie einschlafen wollen. Dagegen lässt sich etwas tun, aber Sie müssen das Frieren im ersten Schritt auch ernst nehmen und im zweiten Schritt tatsächlich etwas dagegen TUN. Zunächst ist es sinnvoll, die „richtigen“ Socken, Schuhe und Einlegesohlen zu tragen.

Qualmende Socken gegen das Frieren

Wollsocken haben leider den Nachteil, dass sie sich an Zehen und Hacken gern in Luft auflösen. Achten Sie deshalb auf eine geringe Beimischung von Polyamid oder Polyester, so haben Sie länger was von Ihren Strümpfen.

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Socken, die am oberen Rand zu eng sind, drosseln die Durchblutung. Wer druckempfindliche Fesseln hat, kann auf Socken für Diabetiker ausweichen – sie sind oben weiter geschnitten.

Nylonstrümpfe wärmen unter Hosen, weil sich dort ein Luftpolster bilden kann. Zum kleinen Schwarzen sollten es im Winter schon blickdichte Strumpfhosen ab 60 den sein – das Garngewicht beträgt dann 60 Gramm für einen 9 Kilometer langen Faden.

Beheizbare Strumpfhosen lassen keine Wünsche offen: Das Material besteht zur Hälfte aus versilbertem Garn, das sich über einen Mini-Power-Controller am Bündchen oder in der Hosentasche aufwärmt.

Sie tragen gern Bettsocken? Zu empfehlen sind Daunenpuschen, die Outdoor-Läden anbieten. Die Strickmodelle aus heller Angorawolle fühlen sich zwar schön kuschelig an, sie peelen aber stark und werden schnell unansehnlich, wenn Sie damit jede Nacht aufs Klo sausen.

Wichtig: Gehen Sie niemals mit kalten Füßen ins Bett, denn dann dauert es ewig, bis Sie einschlafen können. Warum das so ist, erklärt die Münchner Schlafforscherin Dr. Barbara Knab. Hier finden Sie Tipps bei kalten Füßen im Bett.

Warme Schuhe gegen kalte Füße

Grundsätzlich sollten Sie nicht allzu enge Schuhe tragen, denn sonst kann sich kein wärmendes Luftpolster bilden. Weitere Tipps gegen das Frieren:

Ledersohlen können sich mit Wasser voll saugen, deshalb sind Stiefel mit dicken Sohlen aus Krepp oder Gummi optimal.

Walenki aus Ziegenwolle: Damit Ihnen bei Eis & Schnee die Zehen nicht abfrieren, können Sie spezielle, in Kanada entwickelte Boots tragen oder wie Otto-Normalsibirier auf ein Paar Walenki zurückgreifen – das sind Filzstiefel aus Ziegenwolle.

Gummi-Galoschen: Modebewusste Damen sollten sich nicht genieren, in Winterschuhen zum Ball zu gehen und die Stöckelschuhe erst vor Ort anzuziehen. Herren können ihre Budapester bei Regen und Schneematsch mit Gummi-Galoschen schützen.

Kalte Füße – wärmende Einlegesohlen

Fellsohlen mit Alu-Unterseite können Sie sogar in Pumps einlegen, die Sie aber etwas größer kaufen sollten.

Zimtsohlen neutralisieren nicht nur den Fußgeruch, sondern regen auch die Durchblutung an.

Elektrisch beheizte Sohlen gab es anfangs nur für Skischuhe, die Akkus lassen sich aber auch an Winterstiefeln befestigen.

Selbst wärmende Einlegesohlen produziert die Firma www.chilifeet.ch aus der Schweiz: Das Material ist 3 bzw. 5 mm dick. Die richtige Größe schneiden Sie aus dem Rechteck entlang der aufgedruckten Linien aus. Beim Gehen drückt sich der speziell gefertigte Polyesterschaum zusammen und entspannt sich wieder. So entsteht Wärme.

Nie wieder frieren im Büro!

Wenn Sie lange am Schreibtisch sitzen und sich nur wenig bewegen, werden die Füße schnell kalt. Diese Hilfsmittel haben sich für Frostbeulen bewährt:

Beheizbare Fußstütze: Wenn Sie Ihre Schuhe stundenweise auch mal ausziehen können,  hilft eine Fußstütze, die sich elektrisch beheizen lässt.

Fellsack: Im Home-Office können Sie Fellpuschen tragen oder sich einen Fellsack besorgen, in den Sie beide Füße stellen können – das wärmt noch etwas mehr, wenn Sie sie sich darin immer mal bewegen. Gibt es auch mit Elektro-Heizung.

Elektroheizung: In vielen Großraumbüros ist die Raumtemperatur recht kalt eingestellt. Wenn Sie Ihre Kollegen nicht überzeugen können, die Heizung etwas mehr aufzudrehen, können Sie es sich mit einer Elektroheizung unter Ihrem Schreibtisch kuschelig warm machen. Nachteil: Das treibt die Stromkosten in die Höhe.


Eiskalte Füße sind fürchterlich. Doch was tun?

kalte_fuesse_waermebild_32.6_frieren_schwitzenHier finden Sie viele Produkte*, mit denen Sie Ihre Füße wärmen können:

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Ihre Erfahrung:

Welches Material für Socken können Sie empfehlen? Was ist Ihr ultimativer Tipp für wärmende Winterschuhe? Was tun Sie im Büro, um nicht mehr zu frieren?

Fotos: Karin Hertzer (1, 3, 4), geotrac / iStock (2)

Übrigens: Das Aufmacherfoto zeigt eingerollte Socken aus der Wolle von Orenburger Ziegen. Danke an Marina für das wärmende Mitbringsel! Aus der feinen und flauschigen Winterwolle werden auch dünne Schals mit aufwändigen Lochmustern gestrickt, die in Russland sehr beliebt sind.

Text aktualisiert am 27. September 2016

5 Kommentare

  • Simon

    Ich hatte mal solche beheizbaren Einlegesohlen (für Skifahren).
    Ich mußte im Winter auf dem Weihnachtsmarkt stehen, da hat das zumindest zeitweise gut geholfen. Wärmt aber keinen ganzen Tag, da der Akku nur 4 Stunden oder so hält. Waren klasse, jetzt leider kaputt.

    Übrigens ist die Chance auf eine Erkältung stark erhöht, wenn man eine halbe Stunde kalte Füße hat.

    • Karin Hertzer

      Hallo Simon,

      vielleicht liegt es ja nur an den Akkus. Die muss man über den Sommer richtig lagern und immer wieder mal einschalten.
      Akkus kannst du nachkaufen. Schau mal auf die Angaben, da wirst du im Internet bestimmt fündig.

      Warme Füße wünscht dir Karin

  • Pauline

    Mir helfen die Zedern-Einlegesohlen bei kalten Füßen. Da Wasser ein sehr effizienter Wärmeleiter ist, leitet Fußschweiß die Körperwärme von den Füßen weg, dies ist ja die häufigste Ursache für kalte Füße. Die Zedernsohlen saugen Feuchtigkeit auf und ermöglichen trockene Füße – und dadurch werden die Füße auch schön warmgehalten. Zusätzlich bildet die hölzerne Sohle eine isolierende Schicht, so dass die Füße zusätzlich vor Kälte von außen geschützt bleiben.

    • Karin Hertzer

      Hallo Pauline, Danke für deinen Tipp. Über Fußschweiß hatte ich bislang gar nicht als Ursache für kalte Füße nachgedacht. Aber so wie du es beschreibst, klingt es einleuchtend. Nur frage ich mich, wo der Fußschweiß in den Zedernsohlen bleibt. Er kann ja dort nicht wegtrocknen, weil zumindest während des Schuhetragens keine Luft zirkulieren kann. Ich kann es mir auch nicht so angenehm vorstellen, wenn die Sohlen dann patschnass sein sollten. Die “hölzerne” Sohle isoliert vielleicht nach unten, aber dieselbe Fläche gibt es ja auch nach oben – und dort ist es dann trotz allem kalt.
      Grundsätzlich können Einlegesohlen den Fuß nur so warm halten, wie er gerade ist. In Ruhe, also beim langen Stehen, kann sie in alle Richtungen entweichen. Daher ist es sicherlich sinnvoll, zum kalten Boden hin eine Isolationsschicht einzubauen.
      Wer aber schon kalte Füße hat, dem wird das alles wenig nützen. Dann hilft nur, Wärme über die Bewegung oder Heizdrähte zuzufügen. Es gibt ja beheizbare Sohlen und beheizbare Socken, wobei dabei die Meinungen auseinander gehen, was mehr wärmt. Hast du Erfahrungen damit?
      Liebe Grüße von Karin

      • Pauline

        Hallo Karin,
        da habe ich leider keine Erfahrungen auszutauschen. Mir haben die Zederneinlegesohlen einfach immer gut geholfen und ich finde es einfach klasse, dass sie für das gesunde und eben ideal “warme” Klima sorgen. Viele Grüße

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