Das ständige Frieren macht erfinderisch!

Das Frieren ist vor allem eine weibliche Leidenschaft. Es nervt an kalten Tagen, von denen es in Deutschland leider ziemlich viele gibt, und entpuppt sich als teures Hobby. Die gute Nachricht: Die frierenden Frauen weckten schon immer den Erfindergeist der Menschen!

Seit jeher erfanden die Menschen etwas gegen das lästige Frieren

Sicherlich kennen Sie das: Gänsehaut, Zittern, eiskalte Hände und noch kältere Füße. Was für ein Leben! Wahre Wonnen verspricht dann nur ein Abend am Kamin oder mit der Wärmflasche auf dem Bauch, dicken Socken an den Füßen und einem heißen Tee! So richtig ernst nimmt das Frieren leider kaum jemand. Das soll sich jetzt ändern, denn auch aus eigener Erfahrung weiß ich:

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  • Frieren ist eine Frage des Geschlechts, denn Frauen frieren schneller als Männer.
  • Frieren nervt fürchterlich.
  • Frieren kostet viel Geld.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht für alle Frostbeulen:

  • Frieren macht erfinderisch!
1. heißer Tipp: Konzentrieren Sie sich auf die Wärme!

Der Nordpol-Schwimmer Lewis Pugh kann seine Körpertemperatur innerhalb von 15 Minuten von 37 auf 38,4 Grad erhöhen, ohne auch nur den kleinen Finger zu bewegen. Um eine solche Hitze zu produzieren, bräuchte man eigentlich 30 Minuten Muskeltraining. Aber auch die Konzentration macht’s möglich – so funktioniert es auch beim Autogenen Training.

2. heißer Tipp: Bauen Sie sich eine Ein-Personen-Sauna!

Aus Japan kommen zwei Erfindungen für Menschen, die allein schwitzen wollen:
Typ A: Sie schlüpfen in ein Cape und setzen sich damit auf einen Sessel, durch dessen Sitzfläche Kräuterdämpfe strömen – die Luft entweicht dann aus der Halskrause.
Typ B: Sie sitzen samt Umhang auf einem Spezial-Hocker, der von unten durch glühenden Beifuß und eine Heizung erwärmt wird. So bekommen Sie garantiert einen heißen Allerwertesten.

3. heißer Tipp: Wie wär’s mit einer beheizten Klobrille?

Das Örtchen mag zwar still sein, aber manchmal ist es dort auch lausig kalt. Da lässt man die längere Sitzung lieber etwas kürzer ausfallen. Es soll ja Omas geben, die als Po-Wärmer Toilettensitze mit Stoffüberzug bevorzugen – aber sonderlich hygienisch ist das nicht. Eine Alternative bieten beheizbare Klobrillen, wie sie in Japan in öffentlichen Gebäuden und Wohnungen üblich sind.
Anleitung für Heimwerker: Aus der Unterseite der Kunststoff-Klobrille eine Rille ausfräsen, mit Kunstharz ein Heizband befestigen, an die Steckdose anschließen – bei 32 Volt und 230 Watt erwärmt sich das Thrönchen auf 25 Grad.
Die ultimative Erfindung einer Toilette mit beheizter Brille und warmem Luftstrom gegen kalte Füße heißt numi! Und damit Sie bei längeren Sitzungen vom Sommerurlaub träumen können, ist in das High-Tech-Gerät auch eine Musikanlage eingebaut.

4. heißer Tipp für kalte Kirchen

Pfarrer weilen zwar oft in schönen und alten Kirchen, doch im Winter sind Hochwürden schnell bis auf die Knochen durchgefroren. Martin Sandler hatte ein Einsehen und empfiehlt, nicht der Kirche sondern dem Pfarrer einzuheizen. Der innovative Diplom-Ingenieur suchte lange nach einem Stoff, der die Körperwärme – wie eine Rettungsdecke – reflektiert.
Die 600 Gramm schweren Gewänder geben bis zu 70 Prozent der vom Menschen erzeugten Wärme zurück. Die Stoffe eignen sich auch für die Thermobekleidung von Ministranten, Organisten und Rollstuhlfahrern.

5. Tipp: Beheizbarer BH

Selbst Büstenhalter lassen sich beheizen, indem Sie zwei Gel-Packungen in heißem Wasser oder in der Mikrowelle erwärmen und in den BH einlegen. Ein weißer Plüsch-Büstenhalter schaffte es 2005 bis nach Tokio, eine deutsche Unterwäschefirma präsentierte ihn im Rahmen der japanischen Kampagne „Warm Biz“. Die Aufgabe war, durch Erfindungen Heizkosten zu sparen und zum Klimaschutz beizutragen. In Serie ging diese auffällige BH-Mode (Foto) jedoch nicht.

Fazit:

Das Frieren macht die Menschen seit Jahrtausenden erfinderisch, weil es einfach keinen Spaß macht, wenn man unterhalb der Wohlfühltemperatur leben muss. Hier finden Sie übrigens 6 Erfindungen zum Cooldown, falls Ihnen das Schwitzen Probleme bereitet.

Und nun sind Sie dran:

Welche Warm-up-Erfindungen erleichtern Ihnen das Leben in der Kälte? Auf welche Tricks zählen Sie im Herbst und im Winter? Welche regionalen Erfindungen haben Sie bei Reisen in kalte Länder begeistert?

Foto: Karin Hertzer

Blogbeitrag aktualisiert am 9.9.2017

 

6 Kommentare

  • Mani

    Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Weiter so!

  • Lisa

    Werde ich mal ausprobieren.

  • Indisches Essen wärmt – egal, ob mit Fleisch oder vegetarisch. Chilis und Ingwer heizen ein und die vielen anderen Gewürze, ohne die indisches Essen kaum auskommt, machen es außerdem zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Wer die ersten Schritte in diese Richtung wagen will, dem empfehle ich die indischen Kochbücher aus dem GU-Verlag, auch gut geeignet für Anfänger.

    • Was ich im Thailand erlebt habe: Dort wird im Hotel oft ein warmes Frühstück serviert – eine heiße Suppe, gekochtes Gemüse, gebratene Röllchen. Und wir frühstücken hier im Winter vor allem Kaltes – Joghurt und Quark, Brötchen, Butter und Marmelade. Das ist doch wirklich eine verdrehte Welt.

  • Marianne Steinbeck

    Herrliche Tipps…Frau muss sich nicht schämen, schneller zu frieren, das ist kein Gezicke. Ich selber koche heißes Wasser in einem Töpfchen auf und gebe je Tasse 4 Schnitze frische Ingwerwurzel rein und eine geschlossene Chilischote, ca. 15 Minuten köcheln lassen, mit Honig oder Zucker süßen. Hochkalorischer aber ebenso effizient ist Kakao/Trinkschokolade mit jener Chilischote. Vor dem Trinken entfernen, sonst erkauft man sich weniger Bibbern mit mehr Brennen. Schöne Grüße Marianne

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