Kühlende Lebensmittel sorgen für kalte Hände und Füße

Orangen, Zitronen und Bananen gibt es rund ums Jahr zu kaufen, Zitrusfrüchte sind vor allem im Winter als Vitamin-C-Spender beliebt. Südfrüchte eignen sich jedoch nicht für Frostbeulen, weil sie traditionell nur in heißen Regionen wachsen, wo die Menschen mehr als bei uns schwitzen. Tipps gegen das Frieren: Hier finden Sie eine Liste der kühlenden Lebensmittel, die laut Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) nicht für die kalte Jahreszeit zu empfehlen sind.

Meiden Sie kühlende Lebensmittel

Vor allem Frauen sollten zum Herbst und Winter ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen, wenn sie oft frieren: Verzichten Sie auf Joghurt, Quark, Blattsalate, Südfrüchte, Rohkost, Mineralwasser und Weißwein – und greifen Sie (wie viele Männer) lieber zu wärmenden Lebensmitteln und scharfen Gewürzen. In meinem Kochbuch „Seelenwärmer“ finden Sie viele Rezepte für wärmende Winter-Gerichte zum Kochen, Braten und Backen.

Lebensmittel mit kalter Wirkung
  • Früchte: Banane
  • Gemüse: Gurke
  • Fisch: Kaviar, Krabbe, (Süßwasser-) Krebs
Lebensmittel mit kühlender bis kalter Wirkung
  • Früchte: Grapefruit, Orange, Mandarine, Clementine
  • Gemüse: (Blatt-) Salat, Tomate
  • Kräuter, Gewürze: Borretsch, Löwenzahn
  • Hülsenfrüchte: grüne Sojabohne
  • Milchprodukte: Joghurt, Quark
  • Kräutertee: Frauenmantel
  • Getränke: Mineralwasser, künstliche Süßgetränke
  • Alkohol: Bier
Kühlende Lebensmittel
  • Früchte: Birne, Brombeere, Erdbeere, Heidelbeere, Himbeere
  • Gemüse: Artischocke, Aubergine, Broccoli, Champignons, Chicoree, Kresse, Lattich, Paprika, Radieschen, Sauerkraut, Schwarzwurzel, Spinat, Spargel, Zucchini
  • Kräuter, Gewürze: Kresse, Liebstöckel, Sauerampfer, Sauerklee, Zitronenschale
  • Milchprodukte: Buttermilch, Frischkäse
  • Getreide: Buchweizen, Gerste, Grünkern, Hirse, Weizen, Weizenkeimlinge, Weizenkleie
  • Nüsse, Kerne, Samen: Kokosnuss, Leinsamen, weißer Sesam
  • Fleisch: Schwein
  • Fisch: Lachs
  • Getränke: Fruchtsäfte, grüner Tee, Kräutertee: Birkenblätter, Eibisch, Erdrauch, Goldrute

Tipp: Ihr heiß geliebtes Müsli können Sie im Winter mit Zimt „würzen“, oder Sie geben statt kalter Milch etwas warmen Apfel-, Birnen- oder Zwetschgensaft dazu.

Fazit:

Wenn Sie viel frieren, sollten Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten beobachten. Probieren Sie Rezepte mit wärmenden Lebensmitteln aus, und verzichten Sie auf kühlende Lebensmittel.

Ihre Meinung:

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Ernährungsregeln der TCM gemacht? Was hilft Ihnen in der kalten Jahreszeit, um sich von innen zu wärmen? Welches Warm-up-Rezept können Sie empfehlen?

Foto: Bioraven / dreamstime

4 Kommentare

  • Teetrinkerin

    moinmoin… nach allgemeiner Ansicht in Indien sind übrigens Mango sehr wärmend.
    Aus diesem Grund achtet man bei pubertierenden Jungen übrigens drauf, dass sie nicht zu viele davon essen 😉

    • Karin Hertzer

      Danke für Ihren Hinweis. Laut Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) wirken Südfrüchte kühlend. Am besten probieren Sie es aus!
      Ich halte mich jedenfalls im Winter mit Südfrüchten zurück, weil mir die Erklärung einleuchtet, dass Südfrüchte in heißen Ländern wachsen und die Menschen dank des hohen Wassergehalts und der Fruchtsäure eher kühlen als wärmen.
      Mit herzlichen Grüßen von Karin Hertzer

  • Im Winter esse ist gerne Vitamin-C-reichen Obstsalat mit Bananen, Orangen und Grapefruit. Dazu eine leckere Joghurtsoße…kein Wunder, dass ich ständig am Bibbern bin… Dank Ihrer Auflistung der kühlenden Lebensmittel werde ich künftig meinen Essensplan im kalten Winter ändern. Gibt es denn auch eine Obstsorte, die wärmt?

    • Tja, da sind Sie schon auf der richtigen Spur. Zu den wärmenden Obstsorten gehören laut chinesischer Ernährungslehre Pfirsiche, Aprikosen und Pflaumen. Leider kann man sie bei uns im Winter nicht frisch bekommen – oder nur die importierte Ware. Das Müsli könnten sie aber auch mit einem warmen Saft anrühren, das ist anfangs etwas ungewohnt, schmeckt aber ganz gut – und wärmt besser als Joghurt oder Quark.

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