Tipps: Beheizbare Handschuhe kaufen

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Eiskalte Finger sind fürchterlich. Vor allem Menschen mit der Weißfinger-Krankheit (Raynaud-Syndrom) fragen mich daher oft: Welche warmen Handschuhe sind am besten? Welche Unterschiede gibt es bei den beheizbaren Handschuhen? Um diese Fragen zu beantworten, erkläre ich hier, was eigentlich ein „warmer“ Handschuh ist und was die unterschiedlichen Modelle leisten können. Außerdem gebe ich Tipps, wo Sie warme bzw. beheizbare Handschuhe kaufen können.

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Was ist eigentlich ein „warmer“ Handschuh?

Jetzt wo es draußen bitterkalt ist, kramen wir die Winterhandschuhe aus den Schubladen. Über die Jahre haben sich bei den meisten Frostbeulen schon so einige Modelle angesammelt – dünne Fingerhandschuhe für den Übergang, dicke Wollhandschuhe zum Spazierengehen, wind- und wasserabweisende Handschuhe zum Radfahren und dicke Fausthandschuhe zum Rodeln und Skifahren. Hinzu kommen Spezialmodelle – beispielsweise beheizbare Motorrad-Handschuhe, denn sonst ist die Eiseskälte bei Wind und Wetter gar nicht auszuhalten.

beheizbare Handschuhe - Wärmebild - 44 GradDie Auswahl an Handschuhen ist groß, aber leider kommt es dabei auch zu Fehlkäufen: Zu dünn und zu luftig. Zu dick und zu unbeweglich. Oder ganz und gar nicht schön, wenn solche Kriterien für Sie zählen. Aber wegwerfen mag man solche Handschuhe dann doch nicht, denn als Ersatz oder übereinander angezogen könnten sie ja irgendwann noch mal hilfreich sein.

Beheizbare Handschuhe haben ihren Preis – aber die Investion lohnt sich!

Auch wenn Sie sich bislang noch keine beheizbaren Handschuhe gegönnt haben, leuchtet es Ihnen bestimmt sofort ein, warum sie am besten wärmen: Denn sie führen den Händen von außen Wärme zu, indem Sie über einen Akku die Heizdrähte einschalten, die möglichst rund um jeden Finger in die Handschuhe eingebaut sind.

Beheizbare Handschuhe haben ihren Preis, denn sie können bis zu 300 Euro kosten. Das ist ziemlich happig, aber die Investition lohnt sich! Sicherlich kommen Sie beim Kauf von anderen Handschuhmodellen preiswerter weg – aber wenn Sie zu den Menschen gehören, die schnell zu eiskalten Fingern neigen, möchte ich Sie mit guten Argumenten davon überzeugen, dass weitere Fehlkäufe ein Jammer wären. Und Sie können mir glauben: Ich spreche aus leidvoller Erfahrung!

 

Die obigen 3 Fotos können Sie anklicken, dann werden Sie zu Amazon weitergeleitet. Die Fotos zeigen beheizbare Handschuhe von den Firmen 30seven (links), Lenz (Mitte) und Zanier (rechts).*

Unsere eigenen Testberichte finden Sie hier auf meinem Blog:


Hier finden Sie weitere Informationen:


Meine Top-down-Liste für warme Handschuhe

  1. beheizbare Handschuhe - Wärmebild - 42 GradBeheizbare Handschuhe wärmen am besten, weil sie Hitze von außen zuführen. Sie eignen sich vor allem für Menschen mit dem Raynaud-Syndrom (Weißfinger-Krankheit), weil sie mit dem Heizsystem Frierenanfälle vermeiden können. (Lesen Sie unten weiter und klicken Sie hier: So haben wir 10 beheizbare Handschuhe getestet.)
  2. Gefütterte Fausthandschuhe mit einer äußeren Membran für den Schutz gegen Wind und Regen und einem eng anliegenden, langen Schaft eignen sich für Menschen, die schnell kalte Hände bekommen. Für Raynaud-Patienten sind solche Modelle jedoch in der Regel nicht sinnvoll, weil sie oft mit bereits kalten Händen das Haus verlassen und es dann trotz „normalen“ Handschuhen schnell zu einem Frierenanfall kommen kann.
  3. Zwei Paar Handschuhe übereinander – das geht auch: Dann sind Sie bei wechselndem Wetter flexibler, als wenn Sie sich zu Hause für ein Modell entscheiden müssen. Wichtig ist, dass die Innenhandschuhe mit einer weichen und fluffigen Schicht das Wärmepolster auf Ihrer Haut festhält. Der Außenhandschuh sollte mit einer eingearbeiteten Membran dafür sorgen, dass das Wärmepolster nicht durch Wind und Nässe abgetragen wird. Menschen mit Raynaud-Syndrom tragen gern dünne, beheizbare Innenhandschuhe und darüber ein wind- und wasserdichtes Handschuhmodell.

Wichtig zu wissen: Fausthandschuhe sind meist wärmer als Fingerhandschuhe, weil sich die Finger untereinander wärmen können. Bei Fingerhandschuhen ist jeder Finger Wind und Wetter ausgesetzt – vor allem der Daumen steht so weit ab, dass er sich nicht an den anderen Fingern wärmen kann.


Sie wollen mehr darüber erfahren, warum wir frieren? Hier meine beliebtesten Artikel dazu:


Viele Handschuhe sind nicht warm genug

beheizbare Handschuhe - Wärmebild - 41,8 GradSchauen Sie sich die Handschuhe mal genauer an, die Sie bereits gekauft haben: Aus welchen Materialien sind sie? Wie gut wärmen sie? Was haben sie gekostet? Bei kritischer Durchsicht werden Sie merken: Nicht alle (teuren) Handschuhe sind auch wirklich warm! Doch woran liegt das?

  • Als Handschuhmaterialien kommen in Frage: Synthetik (Fleece), Wolle und Leder. Wärmen können diese Materialien nicht, und sie halten nur bedingt Wind und Näse von der Haut ab.
  • Handschuhe können mit Fleece, Daunen oder einem daunenähnlichem Kunststoffmaterial gefüttert sein – Hauptsache, das fluffige Material hält die warme Luft, die von den Händen abstrahlt, fest.
  • Gegen Wind und Regen gibt es Handschuhe, in die eine Membran eingebaut ist. Diese Membran wärmt zwar nicht. Sie sorgt aber dafür, dass das körpereigene Wärmepolster auf der Haut liegen bleibt und nicht abtransportiert wird.

Wichtig zu wissen: Bei kalten Händen können Materialien, Füllungen und Membranen nur dafür sorgen, dass die Finger nicht noch kälter werden. Wärmen tun sie aber nicht!

 

Die obigen 3 Fotos können Sie anklicken, dann werden Sie zu Amazon weitergeleitet. Die Bilder zeigen beheizbare Handschuhe von den Firmen ThermoGlove (links), Alpenheat (Mitte) und Therm-ic (rechts).*

Unsere eigenen Testberichte finden Sie hier auf meinem Blog:

Pro und Contra: Silberhandschuhe

Haben Sie schon mal Handschuhe ausprobiert, in deren Futter Silberfäden eingearbeitet sind? Die Hersteller werben damit, dass solche Silberhandschuhe warm seien. Doch wie funktioniert das?

  • Die Silberfäden wirken wie kleine Spiegel und spiegeln die Wärmestrahlung zurück, die sie einfangen. Bei warmen Händen kann das also einigermaßen gut funktionieren.
  • Wenn die Hände aber schon kühl sind, lässt sich keine Wärme zurück auf die Haut spiegeln. Ihre Finger können schlimmstenfalls sogar noch kälter werden.

eiskalte Finger - beheizbare HandschuheDas Funktionsprinzip der Silberhandschuhe erinnert an die Rettungsdecken zur Ersten Hilfe: Dabei wickelt man die verletzte Person so ein, dass die Aluminiumseite innen liegt. So soll die verbliebene Körperwärme reflektiert werden, um eine Unterkühlung zu vermeiden. In Notfällen ist das eine sehr wirkungsvolle Methode. Doch im Extremfall nutzt die silberne Rettungsdecke auch nichts mehr, denn wo keine Körperwärme mehr ist, kann auch keine Wärme reflektiert werden.

Vorteile:

  • reflektiert die Wärme bei warmen Händen
  • unter 100 Euro

Nachteile:

  • kann bei kalten Händen keine Wärme reflektieren

Übrigens: Auch bei Einlegesohlen mit Aluminium-Unterseite klappt die Kälteisolation auch nur bedingt. Dann wird die Kälte unter dem Fuß zwar zurück in Richtung Boden reflektiert – sie breitet sich aber auch über die seitlichen Wände der Schuhe aus und kühlt dann doch die Füße.

Handwärmer für Handschuhe

Um Ihre Hände zu wärmen, können Sie abwaschen, duschen oder baden. Es ginge auch mit heißer Luft, wenn Sie die Hände unter einen Handtrockner halten oder föhnen oder sich in die Sauna hocken.

Da diese Lösungen draußen aber nicht in Frage kommen, bleibt nur noch eins: Sie müssen die Wärme von außen zuführen. Dafür bieten sich mehrere Heizquellen an – von preiswert bis teuer, aber zugleich auch von wenig sinnvoll bis wirklich hilfreich.

Wärmekissen - beheizbare HandschuheHaben Sie schon mal Handwärmer in Ihre Handschuhe gelegt? Für solche Wärmepads gibt es zwei Funktionsprinzipien:

  1. Die Handwärmer können aus einem Gelkissen bestehen. Mit einem Klickplättchen können Sie dann eine chemische Reaktion auslösen, bei der Wärme abgestrahlt wird.
  2. Es gibt auch kleine Päckchen mit Eisenspänen, die sich beim Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft erwärmen.

Da Sie mit den Händen zugreifen müssen, können Sie die Handwärmer nur oben auf den Handrücken legen. Einige Hersteller nähen kleine Taschen in den Handrücken ein, in denen Sie die Handwärmer verstauen können.

Vorteile:

  • warmer Handrücken
  • preiswert (10er Pack für rund 10 Euro)
  • Gelkissen lassen sich wieder verwenden
  • Wärmepads lassen sich auch in der Jacken- oder Manteltasche verstauen

Nachteile:

  • weiterhin kalte Finger
  • unpraktisch, weil die Handwärmer wie kleine Pakete auf dem Handrücken liegen und verrutschen können
  • unpraktisch, weil die Wärmepads nach kurzer Zeit ihre Wirkung verlieren
  • Kissen mit Eisenspänen sind Wegwerfartikel und müssen nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden.

 

 

Die obigen 3 Fotos können Sie anklicken, so kommen Sie zu Amazon. Die Bilder zeigen beheizbare Fausthandschuhe von der Firma Snowlife.*

Unsere eigenen Testberichte finden Sie hier auf meinem Blog:

Beheizbare Handschuhe wärmen über einen Akku

beheizbare Handschuhe - AkkusBei kalten Händen ist eigentlich schon alles zu spät, denn welches Material ist so „warm“, dass es die kalten Finger tatsächlich wärmen könnte? Und welches Wärmekissen lässt sich im Handschuh so anbringen, dass damit auch die Finger gewärmt werden? Aber genau das wäre sinnvoll, denn das Frieren beginnt nicht am Handrücken, sondern an den Fingerspitzen.

Was also tun, wenn die Hände schon drinnen kalt sind oder draußen besonders schnell kalt werden? Noch schlimmer: Was hilft beim Raynaud-Syndrom, bei dem es immer wieder zu Frieren-Anfällen kommt? Die einzige sinnvolle Lösung lautet: Sie sollten Wärme von außen zuführen – und zwar in Form einer Heizung!

In beheizbare Handschuhe sind Heizdrähte eingebaut. Doch wo sie sich befinden, lässt sich von außen leider nicht erkennen. Achten Sie deshalb auf die Wärmebilder der Handschuhe – einige Hersteller veröffentlichen solche Infrarot-Fotos.

Sie können auch gern die Testberichte hier auf meinem Blog anklicken, ich habe viele Handschuh-Modelle mit einer Wärmebildkamera fotografiert und die Ergebnisse ausgewertet. Kriterien:

  • Sind die Heizdrähte in den Handflächen oder auf dem Handrücken angebracht? Oder bestenfalls sogar innen und außen?
  • Gibt es bestenfalls Heizdrähte bis zu den Fingerspitzen und am Daumen?
  • Werden die Heizdrähte warm genug? Werden sie schlimmstenfalls zu heiß, sodass Sie sich Verbrennungen zuziehen könnten?
  • Gibt es ein mehrstufiges System, sodass Sie je nach Witterung oder Kältegefühl die Wärmezufuhr ändern können?

Vorteile:

  • warme Finger, Daumen und Handflächen
  • Frieren-Anfälle sind vermeidbar, wenn Raynaud-Patienten die beheizbaren Handschuhe schon drinnen anziehen und die Heizung anstellen, bevor sie raus in die Kälte gehen

Nachteile:

  • Akkus reichen nur für wenige Stunden (Lösung: aufgeladene Ersatz-Akkus mitnehmen!)
  • bis rund 300 Euro
  • Da die beheizbaren Handschuh recht teuer sind, sollten Sie gut auf sie aufpassen und sie nicht verlieren.
  • Über den Sommer müssen die Akkus richtig „gepflegt“ werden. Sonst müssen Sie im nächsten Winter neue Akkus kaufen.

 

Beim Anklicken der obigen 3 Fotos kommen Sie zu Amazon. Die Bilder zeigen beheizbare Handschuhe von den Firmen Charly (links), Glovii (Mitte) und Celtek (rechts).*

*Diese Partner-Links zu Amazon gebe ich an, weil ich durch Ihren Klick auf die Bilder eine kleine Provision für die Empfehlung erhalte. Für Sie ändert sich der Kaufpreis nicht, denn er bleibt derselbe wie der, den Sie bei einer direkten Amazon-Bestellung zahlen würden.

Nicht bei Amazon zu kaufen sind diese Modelle, die wir auch getestet haben. Hier geht es zu unseren Testberichten:


Fotos: Karin Hertzer, DocRabe / fotolia (SOS-Briefkasten)

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