6 medizinische Gründe fürs Frieren

Ständiges Frieren kann auch organische Gründe haben. Wenn also alle Tipps zum Warm-up nicht helfen, sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt um Rat fragen. Hier ein Überblick über die 6 medizinische Ursachen des Frierens.

1. Ursache: Frauen frieren schneller als Männer

Mehrere Gründe führen dazu, dass Frauen eher als Männer frieren. Es hängt unter anderem damit zusammen, dass Frauen eine dünnere Haut als Männer haben und weniger Muskeln, die die Wärmefabrik unseres Körpers sind. Außerdem haben viele Frauen ein „ungünstigeres“ Verhältnis von der Körperoberfläche zum Körpervolumen, sodass ihre innere Wärme schneller über die Haut nach außen geleitet wird.

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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) erklärt das Frieren als Ungleichgewicht von Yin und Yang. Da Frauen von Natur aus so ausgestattet sind, dass sie schwanger werden können, sei es bei Kälte notwendig, das warme Blut aus Händen und Füßen im Körperinneren zusammenzuziehen, um die eigenen Organe und das Ungeborene im Mutterleib wärmen zu können.

Auch die Ernährungsweise trägt viel zum Frieren bei: Viele Frauen essen zum Frühstück gern Joghurt, Quark und Südfrüchte, die aber leider zu den 75 kühlenden Lebensmitteln gehören.  Kein Wunder also, wenn sie den ganzen Tag lang kalte Hände und Füße haben. Besser wäre es, die Ernährung ab Herbst bewusst umzustellen und wärmende Lebensmittel zu bevorzugen – denn Sie tragen im Winter ja auch wärmere Pullover und Jacken als im Sommer.

2. Ursache: schlechte Durchblutung

Häufige Ursache für das Frieren sind Durchblutungsstörungen …

  • … als Folge von zu wenig Bewegung (Wie wäre es mal wieder mit Treppensteigen, Radfahren und regelmäßigem Sport?)
  • … als Folge von Flüssigkeitsmangel (Trinken Sie bitte im Winter ausreichend lauwarmes Wasser, heißen Kräuter-, Gewürz- oder Ingwertee, oder zur Abwechslung auch mal eine Gemüsebrühe.)
  • … als Folge von starkem Rauchen (Wer viel raucht, weiß selbst, dass das nicht gesund ist. Falls Sie zudem übermäßig stark frieren, wäre es sinnvoll, die tägliche Menge an Zigaretten zu reduzieren oder gleich ganz mit dem Rauchen aufzuhören.)

Wichtig zu wissen: In der Sauna wird Ihnen nicht nur schön warm, sondern Sie trainieren durch die Hitze- und Kältereize auch Ihr Immunsystem – so können Sie sich effektiv vor Erkältungen schützen.


Wärmende Rezepte: Mein heißer Tipp für Sie

In meinem Kochbuch „Seelenwärmer“ finden Sie viele Rezepte, die gegen das Frieren helfen. Dazu gehören auch wärmende Getränke , Suppen, Aufläufe und Überbackenes.

Auf meinem Blog habe ich Chili-Rezepte zusammengestellt, die wir im Rahmen des Chili-Anbau-Wettbewerbs 2013 gesammelt haben.

Bei unserem Seelenwärmer-Foto-Projekt 2014 setzten angehende und fortgeschrittene Food-Fotografen wärmende Lebensmittel und Speisen appetitlich in Szene. Rund 40 Seelenwärmer-Rezepte stehen mittlerweile online.

Die Bloggerin Melanie Harter von Touche-a-Tout rief Anfang 2014 die Gruppe „Seelenwärmer auf Reisen“ ins Leben: Die teilnehmenden Foodbloggerinnen probieren ihre Lieblingsrezepte und berichten darüber auf ihren eigenen Blogs. Wenn Sie mitmachen möchten: einfach bei Facebook anmelden!


3. Ursache: Alarmfunktion des Körpers

Der Körper versucht zwar, mit Gänsehaut, Zähneklappern und Zittern eigene Wärme zu produzieren. Aber der Notfallplan klappt meist nicht, sodass der Organismus das warme Blut aus den Extremitäten abzieht, um die inneren Organe zu schützen.

Mit kalten Händen und Füßen können sich bemerkbar machen:

  • zu niedriger Blutdruck
  • Diabetes
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • hormonelle Umstellungen
  • akuter Eisenmangel

Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob das ständige Frieren mit einer dieser Ursachen zusammenhängen könnte. Denn erst wenn Sie den Grund kennen, können Sie wirksam entgegensteuern.


Unsere Wohlfühltemperatur

Weil es uns nur dann gut geht, wenn uns weder zu kalt noch zu warm ist, finde ich es auch spannend zu wissen, …


4. Ursache: Medikamente, die zum Frieren führen

Medikamente haben oft auch unerwünschte Nebenwirkungen. So kann es bei Beta-Blockern mitunter dazu kommen, dass Sie kalte Hände oder Füße haben und viel frieren.

Lesen Sie also den Beipackzettel der Medikamente aufmerksam durch, die Sie regelmäßig einnehmen.

5. Ursache: Raynaud-Syndrom – Weißfingerkrankheit

kalte_haende_waermebild_frieren_schwitzen_kBesonders empfindlich reagieren Menschen mit dem so genannten
Raynaud-Syndrom auf Kältereize, das einzeln als primäres Raynaud-Syndrom vorkommt, aber auch in Kombination mit anderen Grunderkrankungen (sekundäre Form): Bei einem Frieren-Anfall werden die Finger sofort weiß, das kann schon beim Hineingreifen in den Kühlschrank passieren. Die Durchblutungsstörung betrifft häufiger Frauen als Männer, die Anfälle sind schmerzhaft und können bis zu 30 Minuten andauern.

Selbsthilfegruppen für Raynaud-Patientinnen gibt es in vielen Ländern. Mittlerweile wurde auch eine deutschsprachige Facebookgruppe zum Raynaud-Syndrom gegründet, in der ich Mitglied bin – wobei ich selbst die Weißfinger-Krankheit glücklicherweise nicht habe.

Wie es sich mit dem Raynaud-Syndrom lebt und was die Betroffenen tun, um nicht übermäßig frieren zu müssen, erfahren Sie bei meinen Interviews mit 5 Frauen. Sie haben für meinen Blog übrigens auch beheizbare Handschuhe getestet, weil warme Hände helfen, die Frieren-Anfälle zu vermeiden:

Methoden für die medizinische Untersuchung

Wenden Sie sich an Ihre Hausärztin, einen Internisten oder Angiologen, um herauszufinden, ob es an Ihren Blutgefäßen liegt, dass Sie so viel frieren:

  1. Ob die Blutgefäße tatsächlich verengt sind, lässt sich bei einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung sowie mit Hilfe einer Kapillarmikroskopie herausfinden.
  2. Bei einer Angiografie macht ein Kontrastmittel im Blut die Gefäße sichtbar.

Ob und welche Nerven in den Fingern oder Zehen geschädigt sind, können Neurologen mit einem speziellen Schwachstrom-Test ermitteln.

6. Ursache: Kälte-Urtikaria – Quaddeln auf der Haut

Im jungen Erwachsenenalter kann sich eine Pseudo-Allergie namens Kälte-Urtikaria entwickeln. Beim Kontakt mit kalter Luft oder kaltem Wasser entwickeln sich dann blasse Quaddeln. Der Körper reagiert auch oft mit brennender Haut oder Juckreiz. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Fazit:

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie ständig frieren. In Frage kommen Hausärzte, Internisten (Angiologen) und Neurologen. Viele Tipps gegen das Frieren finden Sie in meinen Büchern und in meiner selbst produzierten Broschüre „Warme Hände – Warme Füße – Warmes Herz“.


Nie-wieder-frieren: Tipps zum Online-Einkauf

beheizbare_handschuhe_heizdraehte_waermebild_frieren_schwitzen_kIch finde das Frieren ziemlich anstrengend. Es nervt auch fürchterlich, immer wieder an alles zu denken, was von außen und innen warm hält. Auf meinem Blog www.warmup-cooldown.de stelle ich Ihnen hilfreiche Tipps und Tricks vor, damit Sie nicht mehr so stark frieren müssen.

Gefallen Ihnen meine Texte, Interviews und ausführlichen Testberichte über beheizbare Handschuhe? Dann freue ich mich, wenn Sie auch beim Online-Einkauf von wärmenden Produkten an mich denken würden.

Die folgenden Partner-Links gebe ich an, weil ich durch Ihren Kaufklick eine kleine Provision für die Empfehlung erhalte. Für Sie ändert sich dadurch nichts, denn der Verkaufspreis bleibt derselbe wie der, den Sie bei einer direkten Amazon-Bestellung zahlen würden.

In diesen Rubriken finden Sie bei Amazon alles, was kuschelig warm hält:

Frieren

Kalte Hände

Kalte Füße


Ihre Erfahrungen:

Wie erklären Sie sich, dass Sie ständig frieren? Was hilft bei Ihnen am besten gegen kalte Hände und Füße? Welche Rezepte für wärmende Gerichte können Sie empfehlen?

Fotos: Karin Hertzer (1, 3), vgs-Verlag (2)

Text aktualisiert am 16.10.2015

24 Kommentare

  • Bejta Arianda

    Hallo,
    der Grund, warum ich schreibe, ist der wie von vielen anderen hier auch. Ich friere sehr viel und zwar hauptsächlich am Abend.
    Auch wenn es mir tagsüber gut gegangen ist, habe ich am Abend plötzlich das Gefühl: Mir geht es nicht gut und ich fange an zu frieren. Ich würde gern wissen, woran das liegt. Ich bekomme auch ganz rote Bäckchen dazu und grippeähnliche Symptome!
    Ist schon ganz komisch. Aber immer wieder das gleiche.

    • Karin Hertzer

      Danke für Ihre Mail. Ich bin keine Ärztin, und darf Ihnen keinen medizinischen Rat geben. Was ich aber mit Ihnen überlegen kann: Warum frieren Sie abends, aber nicht am Tage?
      Ich könnte mir vorstellen, dass Sie tagsüber aktiv sind – d.h. ihre Muskeln produzieren und speichern Wärme, weil Sie sich bewegen. Wenn Sie abends nach Hause kommen und ausruhen, haben die Muskeln aber nicht mehr viel zu tun. Das könnte das Frieren erklären.
      Wenn es Sie stark beeinträchtigt, sollten Sie Ihren Hausarzt, eine Internistin oder einen Algesiologen um Rat fragen – vor allem wegen der roten Bäckchen und den grippeähnlichen Symptomen.

      Ansonsten können Sie es mit diesen Mitteln probieren:
      – Gymnastik / Sport: Hände und Füße bewegen, Armkreisen, hüpfen, tanzen, Treppen laufen, Walking / Joggen, Abendspaziergang
      – warmes Wasser: Wärmflasche, Fußbad, Hände unter das warme Wasser halten, Geschirr spülen ;-))
      – warme Luft: in die Sauna gehen und schwitzen
      – warmes Essen oder Trinken: Speisen und Tee mit scharfen Gewürzen wie Ingwer, Pfeffer oder Chili (siehe Liste: http://warmup-cooldown.de/food-fotos-waermende-lebensmittel)
      – kühlendes Essen und Trinken vermeiden: Wasser, Weißwein, Bier, Joghurt, Quark, Südfrüchte, Tomaten, Gurken (siehe Liste: http://warmup-cooldown.de/food-fotos-kuehlende-lebensmittel)
      – elektrisches Heizkissen

      Alles Gute für Sie!
      Sonnige Grüße von Karin Hertzer

  • Vesna Springer

    Hallo, ich bin 37 Jahre alt und seit paar Monaten – wenn ich mich hinlege – nach ca. 5 Minuten merke ich, dass mein Körper kalt ist. Er wärmt sich nicht auf, sodass ich noch 2 dicke Decken brauche, um zur Ruhe zu kommen. Das kommt bei mir alle 4 Wochen im Winter vor – aber auch im Sommer. Was könnte das sein? PS: Treibe viel Sport und bin den ganzen Tag in Bewegung. Danke

    • Karin Hertzer

      Liebe Frau Springer, vielen Dank für Ihre Anfrage. Nun bin ich keine Ärztin und darf Ihnen auch keinen medizinischen Rat geben. Auch ist das gar nicht so einfach, aus Ihren Informationen etwas herauszulesen, was Sie auf die richtige Spur bringen könnte.
      Falls Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt keinen Rat weiß, fragen Sie doch bitte mal einen Internisten mit der Fachrichtung Angiologie, das ist die Gefäßkunde.
      Vielleicht hilft es Ihnen zu verstehen, wie Sie Ihren Körper wieder warm bekommen: Eine „warme“ Decke und „warme“ Socken bringen es nämlich leider nicht. Denn wenn Ihre Füße oder Ihr Körper schon kalt sind, werden sie in Ruhe nicht wärmer.
      Kleidung und Decken können Ihre Körperwärme nur mehr oder weniger gut halten. Ausnahme sind beheizbare Decken oder eine Wärmflasche, denn sie führen ja Wärme von außen zu.
      Sie sollten voll aufgewärmt ins Bett gehen. Also vorher duschen oder baden, auch ein warmes Fußbad tut Wunder.
      Wenn Sie mögen, trinken Sie einen heißen Ingwertee, denn der heizt Sie von innen ein. Zur wärmenden Ernährung habe ich das Kochbuch „Seelenwärmer“ geschrieben, schauen Sie es sich bitte mal an. Einzelne Rezepte stehen hier schon auf dem Blog.
      Geben Sie auf meinem Blog bitte auch mal „kalte Füße“ in die Suchmaske ein. Denn wenn die Füße warm sind, werden Sie wahrscheinlich schneller einschlafen als mit kalten Füßen – auch dafür gibt es medizinische Gründe, die ich von einer Schlafforscherin erfahren habe.
      Alles Gute für Sie – und berichten Sie hier gern, wenn Sie etwas Hilfreiches für sich gefunden haben.
      Mit herzlichen Grüßen von Karin Hertzer

  • Ulricke Supp

    Guten Tag, ich bin 56 Jahre alt und Transident. Ich bin ständig am frieren. Ich bin seit 8 Monaten in der Hormontherapie und möchte gern wissen, ob es davon kommen kann. Ich bin auch in der Winterzeit sehr depressiv.
    Lg Ulricke

    • Karin Hertzer

      Liebe Ulricke, ich lese aus deinem Kommentar, dass du eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle bist – und wenn das stimmt, nimmst du sicherlich regelmäßig weibliche Hormone. Ich kenne mich ziemlich gut damit aus, weil ich vor vielen Jahren das Buch „Mann oder Frau – wenn die Grenzen fließend sind“ geschrieben habe. Damals habe ich mit einigen Transsexuellen auch übers Frieren und Schwitzen gesprochen. Sie berichteten mir, dass die Hormone tatsächlich einen Einfluss auf Ihr Wärmeempfinden haben. Die Transmännern ist eher warm, den Transfrauen eher kalt. Da die Hormoneinnahmen lebenswichtig wichtig für dich sind, solltest du mit deinem Endokrinologen sprechen, ob sich an der Dosis evtl. etwas ändern lässt.
      Ansonsten müsstest du dich wie viele andere Frauen auch darum kümmern, dass du nicht so schnell zu frieren anfängst. Auf meinem Blog findest du viele Tipps dazu.
      Bitte berichte, wenn du eine Methode gefunden hast, die dir hilft.
      Liebe Grüße von Karin

  • kathi Bäätjer

    Ich heiße Kathi. Bin 46 und eigentlich friere ich nur, wenn ich zu Hause in der Wohnung sitze und mich nicht betätige. Ich würde aber gern mal einfach nur auf dem Sofa sitzen und chillen. Geht nicht. Zu kalt. Nur mit Decke und Wärmflasche möglich.
    Nachts habe ich auch im Sommer ein LA Shiet und eine lange Hose an. Im Winter manchmal auch eine Fleecejacke. Nur bei Außentemperaturen von 25 Grad oder mehr friere ich nicht. Da ich in Norddeutschland lebe also eher selten. Was kann ich also tun, damit es besser wird?

    • Karin Hertzer

      Liebe Kathi,
      eine Lösung des Problems hast du selbst schon genannt: immer in Bewegung bleiben! Denn die Muskeln sind die Wärmefabrik unseres Körpers, und wer auf der Couch liegt, fängt schnell an zu frieren.
      Ich kann aber auch verstehen, dass du mal nichts tun möchtest – und dann aber auch nicht frieren willst. Hast du mal beobachtet, was du im Winter isst? Kann es ein, dass du Ähnliches wie im Sommer isst – vor allem zum Frühstück? Dann wäre zu überlegen, ob du deine Ernährung mal testweise umstellst – so wie man im Winter ja auch andere Sachen anzieht als im Sommer. Schau mal in die Rubrik „Seelenwärmer-Foto-Projekt“, da gibt es eine Liste von 75 wärmenden Lebensmitteln. Achte bitte auch darauf, dass du die 75 kühlenden Lebensmittel vermeidest.
      Wenn wir schon bei der Kleidung sind: Hast du mal Unterwäsche aus dünner Wolle ausprobiert? Da gibt es modische Modelle im Sporthandel und etwas schlichtere auch im Kaufhaus. Die Wolle kratzt nicht und hält die Wärme wunderbar am Körper. Wichtig ist ja, dass der Rumpf warm bleibt, weil der Körper sonst die Wärme aus den Händen und Füßen nach innen abzieht. Auch ein Ingwertee tut manchmal Wunder!
      Eine andere Idee wäre es, ein warmes Fußbad zu nehmen oder zu duschen, bevor du dich auf die Couch setzt. Wenn’s ganz arg kommt, stelle ich mir auch eine Wanne mit warmem Wasser vor die Couch und bade meine Füße darin. Danach schnell unter die Wolldecke.
      Wenn nichts helfen sollte, kannst du deine Hausärztin oder einen Internisten mit der Fachrichtung Angiologie oder Rheumatologie fragen. Auch ganzheitlich arbeitende Naturheilkundler kennen sich mit dem Frieren oft ganz gut aus.
      Lass es dir gut gehen, herzliche Grüße von Karin

  • Heusser Xenia

    Hallo
    Ich bin 22 Jahre alt, bei mir ist die extreme Kälteempfindlichkeit aber schon lange. Seit ich ca. 17 Jahre alt bin, friere ich immer extrem schnell und überall. Aber ich merke auch kleinste Temperaturbewegungen nach unten oder auch nach oben.
    Viele sagen, dass sie auch schnell frieren, die müssen aber nicht so viel anziehen wie ich und frieren auch nie so stark wie ich.
    Ich muss im Herbst schon mit der Winterjacke rumlaufen. Im Winter gehe ich nur raus, wenn ich muss, ansonsten ist es eine Qual.
    Wenn ich nur kurz friere, wärme ich mich drinnen schnell auf, aber wenn ich eine längere Zeit friere, brauche ich sicher einen halben Tag, um wieder aufzuwärmen.
    Kennt das jemand auch?

    • Karin Hertzer

      Hallo, Danke für deinen Bericht. Das muss ziemlich anstrengend sein, so viel zu frieren. Stellst du dich auch mit der Ernährung um? Dazu habe ich viel geschrieben – hier auf dem Blog und in meinem Kochbuch „Seelenwärmer“. Probier’s doch mal aus, kühlende Lebensmittel zu vermeiden und wärmende Lebensmittel zu bevorzugen. Die Umstellung erscheint mir völlig logisch, denn wir ziehen uns im Sommer ja auch anders an als im Winter.
      Liebe Grüße von Karin

  • Gabriela Bosshard

    Ich friere momentan sehr und weiß, dass das mit der Übersäuerung zu tun hat. Habe jeden Tag etwas gegessen, das Zucker enthält! Wenn ich darauf verzichten kann, verschwindet die Kälte. Sehr interressant, gell?
    Das Frieren kommt evtl. auch vom Kaffee, was ich schade finde.
    Lg Gabriela

    • Karin Hertzer

      Liebe Gabriela, Danke für deinen Hinweis. Zucker ist leider in vielen Lebensmitteln versteckt. Wie hältst du das konsequent durch?
      Liebe Grüße von Karin

  • Ellen Aretz

    Guten Tag, ich bin 46 Jahre alt und auch schon in den Wechseljahren. Bis vor etwa 3 bis 4 Jahren war mir ständig warm und war medikamentös bedingt oft am Schwitzen. Obwohl ich dieses Medikament immer noch nehme, friere ich jetzt schon den zweiten Winter wie verrückt, auch wenn die Heizung auf 5 steht und ich auch nachts mehrere Oberteile übereinander anziehe.

    Ich frage mich, ob ich was Ernsthaftes habe? Habe eine leichte Nierenerkrankung, die etwa auch seit 3 bis 4 Jahren bekannt ist. Ich habe den Nephrologen gefragt, ob es daran liegen könnte (weil ich das schon öfters gehört habe). Aber er meinte Nein.

    Mir ist jedoch hier gerade aufgefallen, dass ich fast nur kühlende Nahrungsmittel zu mir nehme, und ich rauche auch nicht wenig. Es könnten also einige Möglichkeiten in Frage kommen.

    Da ich auch unter hohem Blutdruck leide, habe ich mich schon gefragt, ob ich an einer Gefäßverengung leide. Da man aber für eine Aufnahme vom den Herzkranzgefäßen alle Herztabletten für 3 Tage absetzen muss, habe ich bis jetzt davon abgesehen, weil das für mich nicht möglich ist.

    Ich friere allerdings nicht an den Füßen oder an der Nase, sondern mir ist eher auf eine Art kalt, die von innen kommt – schwer zu erklären. Naja, vielleicht haben Sie für mich einen Rat!

    • Liebe Frau Aretz, vielen Dank für Ihren Kommentar. Bevor ich antworte, möchte ich klar stellen, dass ich keine Ärztin bin und dass aber auch Ärzte keine Ferndiagnose und auch keine Therapieempfehlungen geben dürfen.

      Als Gesundheitsjournalistin habe ich mich viele Jahre mit den Ursachen fürs Frieren beschäftigt und auch hier in meinem Blog darüber geschrieben.

      Grundsätzlich habe Sie mehrere Möglichkeietn, das Frieren zu vermeiden:
      – Sie sollten sich viel bewegen, damit der Kreislauf in Schwung kommt und die Muskeln aktiv werden.
      – Sie sollten wärmende Lebensmittel bevorzugen – und auf der anderen Seite kühlende Speisen und Getränke vermeiden.
      – Sie sollten mit dem Rauchen aufhören, und das wird für Sie vielleicht die schwerste Aufgabe sein. Aber Sie haben die Wahl: Rauchen und Frieren, oder Aufhören und möglicherweise seltener frieren. Probieren Sie es aus, Ihrer Gesundheit zu Liebe!

      Was ich aus eigener Erfahrung weiß: Das Frieren ist nervig und kann einen rund um die Uhr beschäftigen. Daher lohnt es sich, das Thema ernst zu nehmen und nach den Ursacehn zu suchen.

      In Ihrem Fall kommen Begleiterscheinungen hinzu, die nur ein Arzt oder eine Ärztin beurteilen kann. Suchen Sie doch bitte mal in Ihrer Umgebung nach einem Angiologen, solche Ärzte kennen sich mit Gefäßerkrankungen aus. Aber auch Heilpraktiker könnten eine Anlaufstelle für Sie sein.

      Per Mail schicke ich Ihnen ein Adressverzeichnis, vielleicht finden Sie jemanden in Ihrer Nähe, der Ihr Frieren ganzheitlich beurteilen kann. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

      Mit sonnigen Grüßen von Karin Hertzer

      • Ich bin Timur, 17 Jahre alt. Der Grund, warum ich dieser Seite gelandet bin ist, weil mein Körper Probleme hat sich aufzuwärmen…

        • Hallo Timur,
          leider stimmt deine Mailadresse nicht. Sie kommt mit .de und .com wieder zurück. Bitte schau ins Impressum und schreibe mir eine Mail. Dann antworte ich dir gern. Deinen Kommentar möchte ich im Moment noch nicht freischalten.
          Herzliche Grüße von Karin

  • Ute

    Hallo, ich bin jetzt in den Wechseljahren, friere aber schon mein halbes Leben, ich habe ständig kalte Nase, Hände und Füße, wobei das Gefühl über die Beine bis zum Kopf führt. Auch habe ich ständig das Gefühl, es zieht irgendwo, auch unter der warmen Decke, mein Blutdruck ist immer niedrig, und ich nehme Schilddrüsenhormone. Im Moment wird geprüft, ob ich an unruhigen Beinen leide.
    Die Ärzte vertrösten mich oft, und ich komme mir schon selber nervig vor. Mein Mann kann mich nicht ständig wärmen, aber nur das tut mir gut.
    Langsam entwickelt sich mein Problem zu einer Depression, hab auch keine Idee mehr. Vielleicht fällt Ihnen was dazu ein, Danke und lg!

    • Liebe Ute,
      vielen Dank für Ihre Anfrage. Bei einem solchen Bündel von Frieren-Problemen bin ich leider überfragt. Ich bin auch keine Ärztin – sondern Journalistin – und darf Ihnen keinen medizinischen Rat geben.

      Die Frage wäre, ob Sie bereits bei einem Arzt sind, der sich mit dem Frieren rundherum auskennt. Internisten kennen sich manchmal damit aus – vor allem, wenn sie eine Weiterbildung als Angiologen oder Rheumatologen haben. Einen Link für die Suche nach einem Angiologen maile ich Ihnen gleich mal, vielleicht kommen Sie damit weiter.

      Was immer hilft ist jeden Tag genug Bewegung, denn dann sind sie auch draußen im Tageslicht, was auch gegen depressive Verstimmungen hilft. Sie können sich auch von innen einheizen. Schauen Sie dazu bitte mal in meine Liste mit den 75 wärmenden Lebensmitteln. Wenn sie umgekehrt die 75 kühlenden Lebensmittel meiden, die ich in einem anderen Artikel zusammengefasst habe, könnte das auch helfen.

      Vor allem wünsche ich Ihnen, dass sie nicht aufgeben, nach der Ursache zu suchen. Bis dahin sollten Sie alles tun, um erst gar nicht auszukühlen. Schauen Sie sich hier im Blog gern noch mal um, ich habe viele Tipps zusammengetragen.

      Mit herzlichen Grüßen von Karin Hertzer

  • Anita Ciciriello

    Habe eine Frage: Ich leide seit einiger Zeit an Frieren und habe Schüttelfrost. Woran kann das liegen? Danke, wenn ich eine Antwort bekommen kann. Mit freundlichen Grüßen, Anita Ciciriello

    • Liebe Frau Ciciriello,
      vielen Dank für Ihre Frage. Ich bin keine Ärztin und darf auch hier keinen medizinischen Rat geben. Was Ihnen aber helfen könnte, wäre ein Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder noch besser mit einem Internisten, der sich auf die Angiologie spezialisiert hat. Hier gibt es eine Liste mit Adressen, die nach Postleitzahlen geordnet sind: http://www.dga-gefaessmedizin.de/patienten/der-arzt-in-ihrer-naehe.html
      Wenn Sie viel frieren, können mehrere Ursachen in Frage kommen. Erst wenn klar ist, womit das wahrscheinlich zusammenhängt, kann man über eine passende Therapie nachdenken. Sie können sich auch warm halten – mit (beheizbarer) Kleidung, Bewegung, Entspannung, Ernährung etc. Dazu finden Sie auf meinem Blog viele Tipps. Alles Gute für Sie!
      Herzliche Grüße von Karin Hertzer

  • Michelle

    Hallo,
    ich bin 15 und leide an ständigem Frieren. Auch wenn ich mich warm anziehe, ist mir noch kalt – und das, wenn es draußen 30° hat. Ich brauche unbedingt Hilfe, weiß aber nicht, was ich tun soll. Mich juckt’s auch überall, und ich weiß nicht mehr weiter. Bitte dringend Hilfe!

    • Danke für deine Anfrage. Da ich keine Ärztin bin, kann ich dir hier nur ein paar Tipps für die Recherche geben. Am besten gehst du zu einem Internisten, der sich auf die Angiologie (Lehre von den Blutgefäßen) spezialisiert hat. Adressen findest du im Telefonbuch und im Internet. Suchen kannst du auch nach einem Arzt in deiner Nähe, wenn du die Liste der Deutschen Gesellschaft für Angiologie anklickst: http://www.dga-gefaessmedizin.de/patienten/der-arzt-in-ihrer-naehe.html
      Ich schicke dir parallel auch eine Mail, dann kann ich dir vielleicht noch ein paar weitere Tipps geben.
      Liebe Grüße von Karin Hertzer

  • hallo!
    bin nun 50 und leide seit meiner frühen jugend unter ständigem frieren.
    in räumen mit normaltemperatur habe ich zu kalt und empfinde diese kälte wie ein fieber.
    lästig ist auch, dass ich – wenn ich mich schließlich erwärmt habe – sogleich müde und schläfrig werde.
    weiters sehe ich manchmal blass aus.
    kann mir vielleicht jemand helfen? laut arzt bin ich gesund.

    • Danke für Ihre Anfrage. Da ich keine Ferndiagnose geben kann, würde ich Ihnen empfehlen, noch mal einen anderen Arzt aufsuchen. In Frage käme eine Angiologin oder ein Internist. Lesen Sie doch auch bitte nach, was ich zum Raynaud-Syndrom geschrieben habe. Vielleicht erkennen Sie sich da wieder.
      Was mich etwas stutzig macht: Das Frieren betrifft oft Frauen – daher ist es umso ungewöhnlicher, dass Sie als Mann so oft frieren. Ich würde das ernst nehmen, denn das Frieren beeinträchtigt das Alltagsleben ungemein.
      Wenn Sie die Ursache gefunden haben und immer noch frieren, könnten Ihnen meine Tipps zum Aufwärmen helfen. Sie können mir auch gern eine direkte Mail schicken, dann kann ich mich noch mal genauer um Ihre Fragen kümmern.
      Alles Gute wünscht Ihnen Karin Hertzer

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