5 heiße Social-Media-Tipps für Firmen

Firmen, die sich auf Produkte oder Angebote zum Frieren oder Schwitzen spezialisiert haben, sollten mit ihren Kunden über Social-Media-Plattformen kommunizieren. Aber allein mit dem Senden von Botschaften ist es auch im Web 2.0 nicht getan – dann könnten Sie auch eine Anzeige schalten. Welche Schritte zu einem guten Online-Dialog führen, erfahren Sie hier.

Die Kunst des erfolgreichen Kommunizierens

Stellen Sie sich vor: Sie sind zu einer After-Work-Party eingeladen, bei der Sie nur den Gastgeber kennen. Sie würden gern einige Gäste kennenlernen und sich gut mit ihnen unterhalten. Der Abend ist für Sie gelungen, wenn Sie mit den Visitenkarten von einigen netten Gästen nach Hause gehen, die sich gern mal wieder mit Ihnen treffen würden.

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Bei einer Party greifen die verschiedenen Phasen eines Dialogs so eng ineinander, dass Sie Ihnen vielleicht gar nicht bewusst sind. Umgekehrt wissen Sie aber sicherlich aus eigener Erfahrung, wie unangenehm manchmal Gespräche mit Menschen sein können, die die Kunst des Kommunizierens nicht so gut beherrschen. Und diese Fehler sollten Sie auch beim Social Media Marketing unbedingt vermeiden.

1. heißer Tipp: Zuhören, zuhören, zuhören!

Wenn Sie noch niemanden auf einer Party kennen, stellen Sie sich am besten zu einer kleinen Gruppe und hören erst mal eine Weile zu. Dann wissen Sie, um was es geht und wer gute Ideen einbringt. Ob derjenige sympathisch wirkt, spielt natürlich auch eine wichtige Rolle.

Auch bei Corporate-Blogs und auf Twitter, Facebook & Co. tummeln sich viele Menschen, die sich regelmäßig mit tollen Beiträgen zu Wort melden. Beobachten Sie, wie Ihre Mitbewerber, Zulieferer und Kooperationspartner sich verhalten, und überlegen Sie sich, was Sie genauso oder garantiert anders machen wollen.

Do’s and Don’ts: Je länger Sie den Gesprächen auf den verschiedenen Plattformen zuhören, desto besser kennen Sie die dortigen Spielregeln. Ansonsten treten Sie vielleicht ins Fettnäpfchen, und das bleibt den anderen gern noch eine ganze lange Weile in Erinnerung.

2. heißer Tipp: Beteiligen Sie sich an laufenden Gesprächen!

Bevor Sie auf der After-Work-Party ein eigenes Thema anschneiden, sollten Sie das laufende Gespräch mit eigenen Ideen, Vorschlägen und Meinungen vorantreiben. Wenn Sie dabei einfühlsam vorgehen, freuen sich die anderen Gäste sicherlich über diesen Zugewinn und werden neugierig darauf, was Sie sonst noch so zu erzählen haben.

  • Viele Corporate-Blogs lassen Kommentare zu und fordern sogar explizit dazu auf, die eigenen Meinung zum jeweiligen Thema zu äußern.
  • Twitter bietet die Möglichkeit der Direkt-Nachricht an, Sie können aber auch auf „Antworten“ klicken und sich dann mit Bezug auf den Twitternamen (Beispiel: @warmup_cooldown) öffentlich äußern.
  • Bei Facebook können Sie mit dem Like-Button zeigen, dass Sie der Autorin oder dem Autor zustimmen. Unter jeder Meldung erscheint ein hellblaues Feld mit der Aufforderung „Schreibe einen Kommentar“. So erfahren die eigenen Freunde, was Sie zu einer Diskussion beigetragen haben.
  • Xing bietet für Mitglieder mehrere Gruppen an, denen Sie beitreten und zu deren Themen Sie sich zu Wort melden können.
  • Bei Google+ können Sie sich beispielsweise an den Diskussionen der Community „Energieeffizienz von Gebäuden“ beteiligen.

Do’s and Don’ts: Sie gliedern sich harmonisch in eine bestehende Gruppe ein und zeigen ihr Interesse an den anderen. Wenn Sie sofort mit der Tür ins Haus fallen würden, könnte es sein, dass sich die anderen wortlos umdrehen und Sie allein dastehen.

3. heißer Tipp: Geben Sie das Wissen anderer weiter!

Ehrlich gemeintes Lob schmeichelt jedem – selbst dann, wenn es „nur“ die Weitergabe eines Vorschlags oder einer Erkenntnis ist. Probieren Sie es doch mal auf einer After-Work-Party aus: Wie reagieren die anderen, wenn Sie Ihre Kollegin Meier oder Ihren Mitarbeiter Müller namentlich mit einer guten Idee zitieren?

  • Im Corporate-Blog zitieren Sie andere Meinungen, indem Sie einen externen Link setzen.
  • Bei Twitter gibt es einen Retweet-Button, mit dem Sie eine Meldung weiterleiten können. Die Kurzform dafür lautet RT.
  • Bei Facebook können Sie Beiträge „teilen“, sie erscheinen dann auch bei Ihren Freunden.
  • Für Xing-Mitglieder gibt es keine adäquate Funktion.
  • Bei Google+ können Sie Ihr Wissen in verschiedenen Communities einbringen.

Do’s and Don’ts: Wer das Wissen und die Erfahrung anderer würdigt zeigt, dass er sich für seine Mitmenschen interessiert, und drückt seinen Respekt aus. Nennen Sie aber immer die Quelle. Denn wenn Sie sich mit fremden Federn schmücken, kommt das im wahren Leben ebenso schlecht an wie auf Social-Media-Plattformen.

4. heißer Tipp: Lenken Sie das Gespräch auf Ihr eigenes Thema!

Wenn Sie sich bei den Gästen auf der After-Work-Party freundlich bekannt gemacht haben, können Sie einen guten Zeitpunkt nutzen, um auf Ihr eigenes Thema überzuleiten. Stellen Sie Ihrem Gegenüber beispielsweise eine Frage, oder erzählen Sie, an welchem spannenden Projekt Sie gerade arbeiten.

Richten Sie in Ihrem Corporate-Blog als Zentrale für alle ein- und ausgehenden Nachrichten einen Newsroom ein. Dort und bei externen Anbietern wie Twitter, Facebook & Co. können Sie selbst steuern, wann Sie vorhandene Themen aufgreifen und weiterspinnen – und wann Sie mit Ihren eigenen Gedanken ein neues Thema in die Welt setzen. Ermutigen Sie Ihre Leser am Ende des Textes immer dazu, sich zu äußern. Denn die sich daraus entwickelnde Dynamik macht das Ganze erst richtig spannend!

Do’s and Don’ts: Wenn Sie einen Themenplan erstellen und einen Kalender mit relevanten Ereignissen einrichten, können Sie Ihren eigenen Content in Ruhe vorbereiten. Für den Stehsatz bei Twitter eignet sich das Planungstool www.twuffer.com. Zwischendrin können Sie ja immer noch spontane Ideen unterbringen. Bedenken Sie: Wer keinen Plan hat, dem geht möglicherweise schnell die Puste aus.

5. heißer Tipp: Suchen Sie Menschen, die Sie begeistern können!

Wem hören Sie gern zu? Wessen Ideen springen Sie sofort an? Wer ist Ihr Vorbild? – Sicherlich fällt Ihnen dazu jemand ein, und Sie können sich dann umgekehrt fragen: Wer hört mir gern zu? Was bewundern die anderen an mir? Und auf wen kann ich mich voll verlassen?

Bei einer Party, wo sie anfangs keinen Gast kennen, ist es unwahrscheinlich, dass Sie dort gleich Freunde fürs Leben finden. Aber wer weiß: Vielleicht ergibt sich ja das ein oder andere Gespräch, das Sie oder die anderen ermutigen, weiterhin in Kontakt zu bleiben.

  • Auf Ihrem Blog können Sie anhand der Kommentare ablesen, wie viele Personen Ihnen bei welchem Thema folgen.
  • Bei Twitter erkennen Sie anhand der Follower, die sich pro Tag oder Woche bei Ihnen melden, ob Sie Spannendes zu berichten haben. Es gibt aber auch immer wieder Menschen und Firmen, die Ihnen nur deshalb folgen, damit Sie sich deren Webseite anschauen – für Ihre eigene Social-Media-Strategie sind Sie aber völlig nutzlos. Beim Großreinemachen können Sie solche Spam-Follower blockieren.
  • Für ihren Twitter- und Facebook-Account kaufen sich etliche Firmen und Politiker vermeintliche „Freunde“, um besser da zu stehen. Den Prozentsatz für solche Faker können Sie mit diesem Tool von Status People für sich und Ihre Mitbewerber berechnen lassen. Dass solche Phantom-Follower peinlich sind, bestätigt auch ein Bericht von Zeit-online vom 10.8.2012.
  • Xing-Mitglieder können Kontaktanfragen bestätigen oder ablehnen, die zustande gekommenen Netzwerke können Sie öffentlich sichtbar machen – oder eben auch nicht.
  • Bei Google+ ergeben sich spannende Diskussionen zu den verschiedenen Themen.
Fazit:

Überstürzen Sie nichts, wenn Sie sich erstmals ins Social-Media-Getümmel wagen. Schauen Sie sich um, um erst mal die Spielregeln kennenzulernen, und bringen Sie sich erst dann mit Ihren eigenen Vorschlägen und Themen ein. Einen guten Überblick zum Zeitaufwand für Social-Media-Dialoge finden Sie bei Aliza Sherman von Gigaom. Hier finden Sie meine Broschüre mit vielen Nie-wieder-frieren-Tipps.

Ihre Meinung:

Welche Erfahrungen haben Sie mit Gesprächen auf Corporate-Blogs und Plattformen gemacht? Wie gehen Sie vor, um Ihr eigenes Thema erfolgreich zu platzieren? Welches sind die schlimmsten Fehler von bloggenden Mitarbeitern und twitternden Kollegen?

Foto: Ortrud Stegner

Ein Kommentar

  • Diese Tipps sind nicht nur für Frierende und Schwitzende super!
    Tausend Dank. Werde das für unsere kleine Firma gut verwenden können.
    Grüße aus Berlin und viel Glück bei Ihrem Projekt

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